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26.08.2013

18:14 Uhr

Appell an Bundesregierung

Größter See-Windpark Deutschlands eröffnet

Vor Borkum hat Bundeswirtschaftsminister Rösler den größten deutschen Meereswindpark eröffnet. Politiker, Unternehmen und Gewerkschafter im Norden hatten zuvor Planungssicherheit für die Offshore-Branche gefordert.

Bis zum Jahr 2020 sollen Windmühlen mit zusammen 10.000 Megawatt Leistung im Meer stehen. Reuters

Bis zum Jahr 2020 sollen Windmühlen mit zusammen 10.000 Megawatt Leistung im Meer stehen.

Cuxhaven/EmdenDie fünf norddeutschen Bundesländer fordern von der Bundesregierung ein schnelles Handeln zur Rettung von Investitionen und Arbeitsplätzen in der Offshore-Branche. Gemeinsam mit Unternehmen und der Gewerkschaft IG Metall unterschrieben sie am Montag einen „Cuxhavener Appell“. Vor der Tür demonstrierten gleichzeitig lautstark hunderte Beschäftigte der Branche für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Wenige Stunden später eröffnete Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vor Borkum den bislang größten deutschen See-Windpark Bard Offshore 1.

Für den Offshore-Park wurden 80 Anlagen installiert, die Leistung von 400 Megawatt entspricht dem Jahresstrombedarf von mehr als 400.000 Haushalten. Minister Rösler sagte, der Park sei der Beweis, dass die technologischen Herausforderungen der Offshore-Windindustrie zu meistern seien. Dies werde wirtschaftspolitische Effekte in der Region und für die gesamte deutsche Industrie nach sich ziehen. Entgegen mancher Befürchtungen bleibe die Offshore-Windenergie ein wesentlicher Punkt im energiepolitischen Konzept der Bundesregierung.

Im „Cuxhavener Appell“ der norddeutschen Länder wird unter anderem Sicherheit für die finanzielle Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz bis 2020 gefordert. Unterzeichnet wurde der Appell von den Wirtschafts- und Energieministern der fünf norddeutschen Bundesländer sowie von Bürgermeistern, Unternehmen und der IG Metall.

„Offshore ist der Eckpfeiler der Energiewende“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) stellvertretend für seine Ressortkollegen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Die Bundesregierung müsse endlich einen Koordinator einsetzen, der für die Energiewende Verantwortung übernehme, forderte er.

Kommentare (3)

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anonym

26.08.2013, 18:39 Uhr

Schon wieder nur Wahlk(r)ampf.Hoffentlich hat dieser Windpark eine Netzanbindung?

Nachwuchs

26.08.2013, 18:52 Uhr

Windpark eröffnet! Wieviel Strom/Energie liefert jetzt der Windpark ins Festnetz am Festland?

LB_Brandt@web.de

26.08.2013, 18:53 Uhr

Wir hören immer gas Gleiche "Alles ist eine tolle Sache". Wenn wir den Vorhang beseite ziehen müssen wir leider feststellen, daß alles nur ein Haufen Schrott ist und die betroffenen Politiker und Co. sich nur selbst belobhudeln.

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