Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2013

04:28 Uhr

Appell an Union und SPD

Oettinger fordert Dämpfung der Strompreise

Der hohe Strompreis in Deutschland macht EU-Energiekommissar Oettinger Sorgen. Er fordert Union und SPD vor den Koalitionsgesprächen zum Handeln auf.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger fordert eine Eindämmung Strompreise. dpa

EU-Energiekommissar Günther Oettinger fordert eine Eindämmung Strompreise.

BerlinEU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) hat Union und SPD dazu aufgefordert, in den Koalitionsverhandlungen eine Dämpfung der Strompreise in Angriff zu nehmen. „Es darf nicht sein, dass immer mehr Steuern und Abgaben auf den Strompreis draufgesattelt werden“, sagte der CDU-Politiker der in Hagen erscheinenden „Westfalenpost“ (Mittwoch).

„Es hat keinen Sinn, dass energieintensive Unternehmen Europa verlassen, um in anderen Weltregionen, wo die Umweltauflagen geringer sind, Arbeitsplätze zu schaffen und Steuern zu bezahlen“, betonte Oettinger. Am Donnerstag tagt erstmals die AG Energie von Union und SPD.

Skeptisch äußerte sich der EU-Kommissar zur Förderung unrentabel gewordener Gas- und Kohlekraftwerke. Eine finanzielle Unterstützung wäre eine Subvention, und eine solche könne man nur gewähren, wenn sie mit dem EU-Wettbewerbsrecht vereinbar sei. Aber die Warnung von RWE-Chef Peter Terium, angesichts zu erwartender Kraftwerksstilllegungen könne es zu Blackouts kommen, müsse ernstgenommen werden, betonte er.

Strompreis: Großindustrie spart auf Kosten der Kleinen

Strompreis

Großindustrie spart auf Kosten der Kleinen

Große Unternehmen in Deutschland zahlen nur die Hälfte von dem, was mittelgroße Firmen für Strom berappen müssen. Im Rest der EU sieht das anders aus. Innerhalb des BDI gibt es deshalb Zoff.

Oettinger will in Kürze ein europäisches Gesamtpaket vorlegen, mit dem der grenzüberschreitende Stromtransport verbessert werden soll - Deutschland etwa hat derzeit wegen viel Ökostroms bei einem weiter hohen Kohlestromanteil an vielen Tag ein Überangebot. „Der Bau neuer Stromleitungen von Deutschland nach Belgien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Polen und in andere Länder bietet große Potenziale“, sagte Oettinger. Er betonte: „Wir werden für den Bau von grenzüberschreitenden Projekten im EU-Haushalt 2014 bis 2020 etwa fünf bis sechs Milliarden Euro zur Verfügung stellen.“

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HofmannM

30.10.2013, 07:50 Uhr

Hr. Oettinger sollte erstmal zur Kenntnis nehmen, dass sich die Nachbarländer von Deutschland gegen den Überschuss vom deutschen Energiewendestrom mit Phasenschieber abschotten! Polen und Teschechien ist massiv verärgert über dieses Diktat der deutschen Energiewendepolitik!
Hr. Oettinger sollte das EEG als das geiseln und anklagen wea es ist. Eine unerlaube Subvention der EE-Branche!

Account gelöscht!

30.10.2013, 08:22 Uhr

Der Schwindel mit dem Ökostrom ist den Vorturnern schon sehr lange bekannt.

Die EEG Umlage gehört schon längst geändert. Doch schieben sich die Politiker ihre Verantwortung hin und her. Wenn der Strompreis an der Börse sinkt, muss die Senkung der Strompreise an die Kunden weitergegeben werden. Mal sehen was das Bundesverfassungsgericht dazu sagt.

Und die „Grünen Hampelmänner“ wären gut beraten, Rücksicht auf die Bevölkerung zu nehmen. Erst den Bock verzapfen, dann in Deckung gehen und nichts gegen die hohen Strompreise zu unternehmen. Die Grünen verursachen seit ihrem Bestehen der Bevölkerung Mehrkosten ohne Ende. Das diese Truppe überhaupt noch einer wählt ist erstaunlich.

Account gelöscht!

30.10.2013, 11:00 Uhr

dem kann ich nur zustimmen. Anzumerken ist noch: nach Österreich liefert Deutschland Strom zum Negativpreis, was nichts anderes heißt, wie die Abnahme von Strom zu bezahlen. Die Schweizer beschweren sich ebenfalls schon über die Überschwemmung des Marktes mit billigen deutschen Strom. Dadurch verfällt auch der Preis an der Börse und für die Endkunden steigt dann eben dieser Preis.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×