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07.05.2013

15:14 Uhr

Appell an Unternehmen

Merkel fordert stärkere Förderung von Frauen

Im Kanzleramt wurde heute über Frauenquoten und Berufschancen für Frauen diskutiert. Dazu hatte Kanzlerin Merkel rund 100 Spitzenmanagerinnen zu sich eingeladen. Von der Opposition hagelte es Kritik.

Kanzlerin Angela Merkel (Mitte) während des Treffens im Kanzleramt. Reuters

Kanzlerin Angela Merkel (Mitte) während des Treffens im Kanzleramt.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Unternehmen aufgefordert, Frauen in Führungspositionen stärker zu fördern. Auch in mittleren Führungsebenen müsse darauf geschaut werden, dass "mehr Frauen in Verantwortung sind", sagte Merkel am Dienstag bei einer Diskussionsrunde mit rund 100 Spitzenmanagerinnen.

Es gehe um "gleiche Chancen bei gleicher Qualifikation", sagte sie mit Blick auf die häufig sogar besseren Abschlüsse von Mädchen und Frauen. In den vergangenen Jahren seien die Fortschritte bei dem Versuch, mehr Frauen in Spitzenjobs zu bringen, "eher mager" gewesen.

Pro Frauenquote

Zu wenige Frauen

In den Führungspositionen der großen Unternehmen in Deutschland sind Frauen immer noch eine kleine Minderheit. In Aufsichtsräten sind sie durchschnittlich etwa zu zwölf Prozent und in Vorständen nicht einmal zu 5 Prozent vertreten.

Freiwillig funktioniert nicht

Die Quoten-Befürworterinnen argumentieren, dass alle Freiwilligkeit und Selbstverpflichtung der von Männer dominierten Chefetagen den Frauenanteil in den Spitzengremien nicht wesentlich erhöht hat. Sie verlangen, dass Frauen auch dort die im Grundgesetz geschützte gleiche Teilhabe ermöglicht wird.

40 Prozent bis 2020

Ohne eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Quote sehen die Befürworter keine Chance für Gleichberechtigung. Die EU-Kommission strebt bis 2020 europaweit für alle Aufsichtsräte großer Unternehmen eine Frauenquote von 40 Prozent an.

Merkel diskutierte mit mehr als 70 Managerinnen, darunter auch Vorstände und Aufsichtsräte, sowie etwa 30 weiblichen Nachwuchskräften vor allem aus mathematisch-technischen Disziplinen über die Gründe und Voraussetzungen für Erfolg im Beruf. Die Kanzlerin verwies in der Gesprächsrunde auf die Bemühungen der Bundesregierung, die Unternehmen dazu zu bewegen, eigene Vorgaben für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungsjobs vorzulegen. Dadurch ergebe sich "ein Stück mehr Verbindlichkeit".

An einer Karriere interessierten Frauen empfahl die Kanzlerin auch, sich besser untereinander zu vernetzen: "Ich habe noch kein Männer-Netzwerk gesehen, das sagt, wir müssen uns dringend auch für Frauen öffnen." Es sei aber zugleich auch wichtig, mit Männern darüber zu diskutieren, wie tradierte Rollenbilder in der Gesellschaft durchbrochen werden könnten.

Kommentare (17)

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07.05.2013, 15:28 Uhr

"Merkel fordert stärkere Förderung von Frauen"

Billiges Wahlkampfgebalze ist das, mehr nicht.

Der Frau kann man kein Wort glauben.

Rechner

07.05.2013, 15:54 Uhr

O-Ton Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Unternehmen aufgefordert, Frauen in Führungspositionen stärker zu fördern.
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Frau Merkel scheint in dem Irrglauben zu leben daß social engineeering eine Unternehmensaufgabe ist.

Tatsächlich ist es die Aufgabe von Unternehmen Geld zu verdienen durch effiziente Befriedigung von Marktbedürfnissen.

...

Wenn es Frauen gibt, die bestimmte Aufgaben effizienter oder besser erfüllen als verfügbare Männer, dann werden die in allen Positionen auch eingestellt.

Und ansonsten eben nicht.

...

Die meisten Frauen eignen sich eben nicht für Führungsaufgaben, da es Ihnen an der gebotenen Sachlichkeit und Objektivität mangelt.

Mit "weiblicher Logik", d.h. Gefühlsduselei, kann man Unternehmen nicht lenken.

Weshalb es auch wesentlich weniger self-made women gibt als self-made men.

...

Und den meisten Frauen ist - ebenso wie den meisten Männern - die unterschiedliche Veranlagung der Geschlechter lieb und wert.

...

Es ist einfach krank zu versuchen, die Ergebnisse von Millionen von Jahren Evolution mit Gewalt umzukehren.

Rechner

07.05.2013, 16:05 Uhr

O-Ton Merkel
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Es gehe um "gleiche Chancen bei gleicher Qualifikation", sagte sie mit Blick auf die häufig sogar besseren Abschlüsse von Mädchen und Frauen.
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Bloß sagen die "Abschlüsse" an den heutigen bildungskatastrophalen Massenuniversitäten kaum noch etwas über die Leistungsfähigkeit der Kandidaten oder ihre Eignung für Führungsaufgaben aus.

Sonder eher über die Fähigkeit, sich Normen und Erwartungen des Lehrpersonals anzupassen.

...

Im lieb und artig sein waren die Mädels schon immer besser.

Dem Satz des Pythagoras kann man mit derartigen "Qualitäten" aber leider nicht erfinden.

Wirklich neues entsteht eben nur durch Querdenken, und nicht durch Bestnoten in Angepaßtheit.

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