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16.10.2012

11:04 Uhr

Arbeitsagenturen

Immer mehr Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger

Die Behörden reagieren immer härter auf Regelverstöße von Hartz-IV-Beziehern. Allein im ersten Halbjahr wurden mehr als eine halbe Million neue Strafen verhängt. Meist ging es dabei um so genannte „Meldeversäumnisse“.

Die Arbeitsämter und Jobcenter verhängen immer häufiger Strafen. dpa

Die Arbeitsämter und Jobcenter verhängen immer häufiger Strafen.

BerlinArbeitsagenturen und Jobcenter greifen immer härter gegen Hartz-IV-Bezieher durch. Bis Ende Juni wurden 520.792 neue Strafen verhängt, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg in einer ihrer jüngsten Statistiken ausweist. In etwa zwei Dritteln der Fälle (352.233) wurden Sanktionen „wegen Meldeversäumnissen“ verhängt.

Allein im Februar seien 93.931 Strafen gegen Hartz-Empfänger ausgesprochen worden, berichtete die „Bild“-Zeitung. Damit könne in diesem Jahr erstmals die Zahl von einer Million Strafen erreicht werden. Im Jahr 2011 wurden den Angaben zufolge 912.000 Sanktionen ausgesprochen.

Neben den Meldeversäumnissen wurden 74.432 Fälle von Verstößen gegen die Eingliederungsvereinbarung geahndet. Strafen für die Verweigerung einer Arbeitsaufnahme oder eines Ausbildungsbeginns wurden 56.489-mal verhängt.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Ingo

19.10.2012, 20:38 Uhr

Ich finde diese Zahlen nicht zum Jubeln! Wie sieht es mit der Förderung von Langzeitarbeitslosen aus? Ich glaube nicht, dass das Arbeitsamt diese Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln kann. Mich hat die BA nicht überzeugt. Ich finde der Steuerzahler sollte nicht so viel Geld in diese Behörde stecken!

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