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31.08.2011

04:57 Uhr

Arbeitslosigkeit August

Anzahl könnte unter drei Millionen bleiben

Werksferien und stillstehende Bänder in vielen Betrieben - der August ist für den Arbeitsmarkt ein ruhiger Monat. Fachleute rechnen daher mit einer leichten Zunahme der Jobsucherzahlen, eher noch mit einem Stillstand.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt am Vormittag die Zahlen für August 2011 bekannt. dpa

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt am Vormittag die Zahlen für August 2011 bekannt.

NürnbergDie Sommerflaute hat nach Experteneinschätzung den deutschen Jobaufschwung saisonbedingt vorübergehend ausgebremst. Mit 2,94 Millionen werde sich im August die Zahl der Arbeitslosen etwa auf dem Vormonatsniveau bewegen, betonten Volkswirte und Analysten deutscher Großbanken in einer dpa-Umfrage.

Möglich sei auch ein leichter Anstieg, gaben einige Fachleute zu bedenken. Ohne die jahreszeitlichen Effekte wäre die Zahl der Erwerbslosen allerdings erneut leicht gesunken - zwischen 5000 und 15 000, schätzen die Fachleute. Die offiziellen August-Zahlen will die Bundesagentur an diesem Mittwoch veröffentlichen.

Als Grund für die stagnierende Entwicklung im August sehen die Volkswirte neben den Sommerferien in den wirtschaftlich starken Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg auch die Betriebsferien in manchen Unternehmen. Viele Firmen verschöben die Einstellungen neuer Mitarbeiter auf September. Trotz eingetrübter Geschäftserwartungen stehen die Zeichen in vielen deutschen Unternehmen weiter auf Expansion - viele Firmen suchen weiter nach neuen Mitarbeitern.

Der Arbeitskräftebedarf in der Wirtschaft sei derzeit so hoch wie noch nie, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag. Der von ihr monatlich ermittelte Stellenindex BA-X erreichte mit 170 Punkten im August ein neues Allzeithoch. Dies seien 5 Punkte mehr als im Juli und 28 Punkte mehr als vor einem Jahr. Nach BA-Erkenntnissen suchen Firmen fast aller Branchen nach gut ausgebildetem Personal.

Die Arbeitsmarktexperten deutscher Großbanken rechnen mittelfristig eher mit einer Abschwächung des Jobaufschwungs. Zwar sei man von einer Jobkrise weit entfernt, betonten die Volkswirte. Dennoch werde das getrübte Geschäftsklima unweigerlich auf den Arbeitsmarkt durchschlagen, prognostizierten sie. Erste Großbanken überdenken bereits ihre optimistische Arbeitsmarktprognose für das kommende Jahr. Derzeit sehe es eher nach 2,8 als 2,7 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2012 aus, meint etwa HypoVereinsbank-Volkswirt Alexander Koch. Auch nach Beobachtungen des Münchner ifo-Instituts sind Firmen bei der Personalplanung vorsichtiger geworden.

Von

dpa

Kommentare (3)

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alessandro

31.08.2011, 04:12 Uhr

offzielle zahlen vom "Amt" interessieren nicht mehr, geschöhnte statistik. rechnet nur einmal die ganzen leute die in maßnahmen & 1 euro jobs versteckt sind wir sind locker bei 3,6 Mio ohne Arbeit.
Zudem wird bei H4 Empfängern fast in paranoidem Ausmaß gespart, den Griechen etc. transferiert man die nächsten 100 Milliarden.

Realist

31.08.2011, 11:16 Uhr

Geschönte Statistiken gab es schon immer. Also kann man schon eine positive Aussage rauslesen.

An den HartzIV-Empfängern wird leider nicht gespart. In absoluten Zahlen spart man zwar (da die Anzahl der HartzIV-Hilfebedürftigten sinkt) aber pro Kopf sind die Kosten äußerst üppig. Als Student hatte ich deutlich weniger zum Leben ohne Bafög zu bekommen und ich lebte gut.

Die Hilfen für den Euro-Rettungsschirm haben Sie wohl immer noch nicht verstanden. Es sind Garantien und Kredite, den HartzIV-Empfängern schenkt man das Geld dagegen. Und da sind reden wir auch über 20 Mrd. Euro jährlich!

charly1

31.08.2011, 20:20 Uhr

wenn die zahlen sich seit geraumer zeit wirklich deutlich nach unten bewegen , warum wird dann das personal der arbeitsverwaltung nicht angepasst ?
immer noch beträgt der personalbestand locker 100.000 personen. dies würde für die verwaltung von 10 mio. arbeitslosen leicht ausreichen.
also entweder sind die alo-zahlen massiv gefälscht oder diese behörde ist selber die größte abm deutschlands.

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