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21.05.2015

07:28 Uhr

Arbeitsmarkt 2020

Zu viele Akademiker, zu wenig Azubis

In fünf Jahren könnten laut einer Studie in Deutschland 1,8 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Vor allem in Berufen, die keinen akademischen Abschluss erfordern, werden Engpässe erwartet. Experten fordern Gegenmaßnahmen.

Zu viele Akademiker, zu wenig Azubis. Dem deutschen Arbeitsmarkt drohen Lücken. dpa

Arbeitsmarkt

Zu viele Akademiker, zu wenig Azubis. Dem deutschen Arbeitsmarkt drohen Lücken.

FrankfurtIn fünf Jahren könnten in Deutschland rund 1,8 Millionen Arbeitskräfte fehlen – davon etwa eine halbe Million Akademiker, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstag) unter Berufung auf eine neue Studie berichtet. Ohne geeignete Gegenmaßnahmen werde die Lücke dann bis 2040 auf 3,9 Millionen wachsen, zitiert die Zeitung aus einer Untersuchung der Prognos AG für die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw).

Bei einer Vorgängerstudie vor drei Jahren sei der Bedarf an Akademikern noch höher und an Facharbeitern niedriger geschätzt worden. „Es findet also eine Verschiebung der Fachkräftelücke statt, hin zu den Berufen, die eine Lehre beziehungsweise Technikerausbildung erfordern“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Dies sei auch ein Resultat der Bildungsexpansion, die die Zahl der Akademiker habe steigen lassen.

Brossardt forderte Gegenmaßnahmen, etwa eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit, Verbesserungen des Bildungsniveaus und der Beschäftigungschancen und vor allem die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr otto r. kristek

21.05.2015, 10:40 Uhr

ersteinmal ist eine aufwertung nicht akademischer berufe die aber doch eine verantwortungsvolle aufgabe erfüllen wichtig und notwendig
die derzeitigen diskussionen über gehälter von erzieherinnen, pflegern und verkäuferinnen am ladentresen sind da eher schädlich
solang ein studienversager von personalchefs einem ordentlich ausgebildeten fachmenschen vorzogen werden,
wird sich da nichts ändern.

ist es auch nicht hilfreich auswätige anzuwerben
die fehlen in der volkswirtschaft ihres herkunftlandes
(beispiel: DDR 1961)
aber das fördert unsere rüstungsindustrie
den diese länder werden destabilisiert und benötigen zur befriedung deutsche waffensysteme
obwohl bio, wind, gezeiten und solar energie technik besser wären

Herr Josef Schmidt

21.05.2015, 10:50 Uhr

Was eigentlich fehlt sind top ausgebildete Sklaven die für den Mindestlohn arbeiten oder als Praktikanten 10 bis 12 Stunden am Tag schuften.

Mit dem TTIP wird ales besser für die Sklaventreiber das hat man bereits in den USA und Kanada mit dem NAFTA gesehen.

Account gelöscht!

21.05.2015, 12:05 Uhr

Könner ohne Titel sind immer besser als Titelträger ohne Können.
Anders herum formuliert; warum weiterhin einen "Facharbeiter Schlauikopf" verprellen und einen "Dr. Dummkopf" vorziehen?
Sehen wir uns doch einmal um, überwiegend Blender und Täuscher prägen eine verantwortungslose Wirtschaft und Politik.

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