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30.06.2017

16:45 Uhr

Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl sinkt im Juni weiter

25.000 Arbeitslose weniger hat die Bundesagentur für Arbeit im Juni gezählt. Das ist der niedrigste Stand in einem Juni seit 1991. Saisonbereinigt gab es aber einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl.

Die Zahl der Arbeitslosen ist auf dem niedrigsten Stand in einem Juni seit 1991 gefallen. dpa

Agentur für Arbeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist auf dem niedrigsten Stand in einem Juni seit 1991 gefallen.

NürnbergDie boomende Konjunktur sorgt weiter für glänzende Zahlen am deutschen Arbeitsmarkt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Juni 2,473 Millionen Menschen ohne Job - der niedrigste Wert in dem Monat seit dem Jahr 1991. Damit gab es 25 000 weniger Arbeitslose als im Mai und 142 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,5 Prozent. Bei der Zahl der Erwerbstätigen verkündete das Statistische Bundesamt zudem einen Rekord: Mit etwa 44,1 Millionen waren so viele in Lohn und Brot wie noch nie seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 648 000.

BA-Vorstandschef Detlef Scheele zeigte sich erfreut über die jüngsten Zahlen, die er auf die gute gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland zurückführte. „Die Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt.“

Mindestlöhne in der EU - die Top 6

Platz 6

Mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro liegen die deutschen Beschäftigten auf Rang sechs aller EU-Staaten, die überhaupt einen solchen Mindestlohn eingeführt haben.

Quelle: Statista (Stand Januar 2017)

Platz 5

Die Iren erhalten pro Stunde 9,25 Euro garantiert.

Platz 4

In Belgien liegt der Mindestlohn bei 9,28 Euro.

Platz 3

Die Regierung in den Niederlanden hat einen Mindestlohn von 9,52 Euro festgelegt – Platz drei im EU-Vergleich.

Platz 2

Die Beschäftigten in Frankreich können mit einem Mindestlohn von 9,76 Euro pro Stunde rechnen.

Platz 1

Den höchsten gesetzlichen Mindestlohn pro Stunde erhalten die Beschäftigten in Luxemburg: 11,27 Euro.

Zwar sei der Rückgang der Arbeitslosenzahl um 25 000 etwas geringer ausgefallen als in den Vorjahren, berichtete Scheele - und betonte zugleich: „Das ist keine Trendwende.“ Der Blick auf die gesamte Frühjahrsbelebung zeige, dass die Daten deutlich besser seien als in den Vorjahren. „Also es hat eher doller begonnen und hat ein bisschen eher aufgehört“, erklärte Scheele.

Tatsächlich war im Juni ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, wenn man die jahreszeitlichen Schwankungen ausklammert: Die saisonbereinigte Erwerbslosenzahl lag bei 2,547 Millionen. Damit waren etwa 7000 Männer und Frauen - 5000 im Westen und 2000 im Osten - mehr ohne Job als noch im Mai. „Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die begünstigenden Effekte des außergewöhnlich milden Winterwetters am Ende der Frühjahrsbelebung aufgewogen werden“, erklärte die Bundesagentur.

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Die Zahl der Unterbeschäftigten lag im Juni bei 3,496 Millionen. Dazu zählt man neben den Arbeitslosen jene Menschen, die an Aus- und Fortbildungskursen sowie Trainingsmaßnahmen der Arbeitsagenturen und Jobcenter teilnehmen. Saisonbereinigt war die Zahl der Unterbeschäftigten im Juni ebenfalls um 7000 höher als im Vormonat. Doch meldete die BA zugleich 26 000 weniger Unterbeschäftigte als im Vorjahreszeitraum - und damit einen weniger starken Rückgang als bei der Arbeitslosigkeit. Grund sei eine Ausweitung von Maßnahmen vor allem für geflüchtete Menschen.

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