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25.10.2011

20:29 Uhr

Arbeitsmarkt

BA rechnet trotz Flaute mit weniger Arbeitslosen

VonPeter Thelen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet trotz abkühlender Konjunktur mit einem anhalten Rückgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland. 2,5 Millionen hält BA-Chef Weise für realistisch.  

Weiterhin gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt. dpa

Weiterhin gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt.

BerlinNach wie vor sprächen „alle Anzeichen dafür, dass die Arbeitslosigkeit weiter sinkt“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise im Interview mit dem Handesblatt (Mittwochausgabe). Allenfalls werde die Zahl der Erwerbslosen nun nicht ganz so schnell unter die Marke von 2,5 Millionen sinken, wie dies optimistische Prognosen unterstellt hätten, sagte er.

Im September war die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit fast 20 Jahre wieder unter die Marke von 2,8 Millionen gefallen. Die Ergebnisse für Oktober legt die BA in der kommenden Woche vor. Die typische Herbstbelebung am Arbeitsmarkt sorgt erfahrungsgemäß dafür, dass die Arbeitslosenzahl allein im Oktober um etwa 100 000 sinkt.

Die gute Entwicklung entlastet zugleich die Beitragskasse der Bundesagentur. Das BA-Defizit werde in diesem Jahr noch etwas geringer ausfallen als bis dato vermutet. „Wir werden im laufenden und im nächsten Jahr etwas besser dastehen als vor einem Jahr erwartet“, stellte Weise in Aussicht.

In ihrer ursprünglichen Finanzplanung zu Jahresbeginn hatten sich BA und Bundesregierung auf einen Fehlbetrag von 5,4 Milliarden Euro eingestellt, im Sommer hatte die Regierung ihre Erwartung bereits auf 1,9 Milliarden Euro revidiert – und auch diesen Wert kann die BA nun offenbar noch unterbieten. Selbst wenn der für 2012 bisher erwartete Überschuss von gut einer Milliarde Euro nicht ganz erreicht werden sollte, dürfte der BA-Etat damit in der Gesamtbetrachtung der zwei Jahre trotz eingetrübter Konjunktur im Plan bleiben.

Erfreulich findet Weise die Finanzlage seiner Behörde trotzdem nicht. Denn anders als 2008 sei die BA nun nicht mit eigenen Rücklagen für das Risiko unerwarteter Krisefälle gewappnet. Damals hatte die Beitragskasse knapp 18 Milliarden Euro auf der hohen Kante, mit denen sie Kurzarbeit finanzieren konnte.

„Unter diesem Gesichtspunkt ist die Ausgangslage heute in der Tat ein Stück ungünstiger  als damals“, sagte er.  Zu den Ursachen dafür zählen mehrere Beschlüsse der Bundesregierung, Finanzmittel aus der BA-Kasse in den Bundesetat umzuschichten.  

Kommentare (3)

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beitragszahler

25.10.2011, 23:23 Uhr

wenn dem wirklich so ist,kann ja endlich der aufgeblähte personalkörper der ba um die erforderlichen 35 bis 40 % gesenkt werden.

Bazooka

26.10.2011, 02:48 Uhr

Wie man sich Zahlen schönsaufen...ähm...schönreden kann. Die Zahl von Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld von 2010 war noch bei 6,7 Millionen. Dafür gab man zwischen 30 und 40 Milliarden Euro aus. Es ist nicht damit zu rechnen, dass diese Zahlen dieses Jahr sinken werden.

Erstaunlichst

26.10.2011, 09:46 Uhr

ich verstehe nicht, was das immer soll mit dieser zahlenwurschtelei? die zahl der arbeitslosen interessiert doch keine sau. es geht hier um die zahl der empfänger, die auf soziale hilfe angewiesen sind und die ist sicher mindestens das 5fache von dem, was hier immer als arbeitslosenzahl im mittelounkt steht. aber die leute, die halt gerne von bertelsmann und springer unterhalten werden, müssen ja nicht die wirkliche wahrheit kennen, da diese mit blödel-medien abgelenkt werden können.

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