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28.03.2013

04:06 Uhr

Arbeitsmarkt

Grüne wollen Minijobs auf 100 Euro drücken

Die Grünen sind enttäuscht: Sie hatten sich die Minijobs als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt vorgestellt. Das habe nicht funktioniert, konstatiert Spitzenkandidatin Göring-Eckardt - und macht einen Vorschlag.

Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl 2013. dpa

Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl 2013.

DüsseldorfDie Grünen wollen die Regelungen für Minijobs auf eine monatliche Verdienstgrenze von 100 Euro beschränken.

"Alle Verdienste über 100 Euro im Monat sollen steuer- und abgabenpflichtig werden, mit reduzierten Beiträgen für geringe Einkommen", sagte die Spitzenkandidatin der Partei für die Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. Als Ausnahme nannte sie den "haushaltsnahen Bereich", für den die "unkomplizierte Anmeldung der Arbeitskraft erhalten" bleiben solle.

Zur Begründung für ihren Vorstoß sagte Göring-Eckardt der Zeitung: "Als wir die Minijobs eingeführt haben, dachten wir, sie seien eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt." Die Erwartung habe sich nicht erfüllt.

Durch eine Reform könne mehr reguläre Beschäftigung entstehen. "Die Leute wären besser abgesichert und könnten wieder mehr Rentenansprüche aufbauen", sagte Göring-Eckardt.

Als Minijobs werden Beschäftigungsverhältnisse mit einem Monatsgehalt von aktuell bis zu 450 Euro bezeichnet. Minijobber sind bis zu dieser Gehaltsgrenze von Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung befreit. Laut Bundesagentur für Arbeit gibt es derzeit mehr als 7,4 Millionen Minijobs.

Von

afp

Kommentare (42)

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schupferratas

28.03.2013, 06:43 Uhr

"Es gibt viele Möglichkeiten Deutschland wirtschaftlich wie sozial zu ruinieren. Aber die Sicherste ist wohl Grün zu wählen".
Viele, vor allen ungelernte Arbeitskräfte sind auf die Minijobs angewiesen. Die Wirtschaft wird, sollte eine Versteuerung ab 100 Euro stattfinden sicher dies auf die Minijobber umlegen oder sich die, für das Unternehmen wirtschaftlichste Möglichkeit wie etwa durch Umlegung auf zeitlich begrenzte Midi- oder Volljobs. Steigt nicht damit automatisch, gerade in den unteren Sozialschichten die Arbeitslosigkeit.
Gerd Bachmeier

Republikaner

28.03.2013, 06:50 Uhr

dazu passend die geplante Staatsbürgerreform, die die Abschaffung des deutschen Paßes vorsieht. Das Wort "deutsch" soll aus allen Ausweisen verschwinden und eleminiert werden. Wer hier ankreuzt schafft sich sozusagen selbst ab.

Account gelöscht!

28.03.2013, 07:03 Uhr

Und die Grünen haben recht! Allein dieser Vorschlag macht sie sehr wählbar. Während die FDP die Grenze noch ausweiten will, um mit steuerfreien Jobs die Gewinne der Unternehmen zu erhöhen, denken die Grünen weiter. Dem Staat entgehen Steuern, Gelder die an anderer Stelle erbracht werden müssen. Die 400€ Jobs sind auch nur eine Art der Umverteilung von unten nach oben.

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