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28.03.2013

11:35 Uhr

Arbeitsmarkt

Kälte bremst den Frühjahrsaufschwung

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März gesunken. Doch der übliche Frühjahrsaufschwung ist deutlich schwächer als zuletzt – vor allem die anhaltende Kälte macht einigen Branchen zu schaffen.

Auf vielen Baustellen in Deutschland ruht die Arbeit. dpa

Auf vielen Baustellen in Deutschland ruht die Arbeit.

NürnbergDer langanhaltende Winter in weiten Teilen Deutschlands hat im März auch den Arbeitsmarkt im Griff gehabt. Die schlechten Wetterbedingungen etwa am Bau sorgten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) dafür, dass die Arbeitslosenzahl nicht so stark zurückging wie sonst mit der beginnenden Frühjahrsbelebung üblich. Die BA registrierte im März 3,098 Millionen Arbeitslose, wie die Behörde am Donnerstag in Nürnberg mitteilte.

Das seien 58.000 weniger gewesen als im Februar, aber 70.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 7,3 Prozent. Bereits im April wird nach Einschätzung der BA die Marke von drei Millionen Arbeitslosen wieder unterschritten. Die Rezession in der Euro-Zone trübt den Arbeitsmarkt hierzulande demnach derzeit nicht ein.

"Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich relativ unbeeindruckt von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der letzten Monate und entwickelt sich weiter solide", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise in Nürnberg. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen stieg die Erwerbslosenzahl im Monatsvergleich zwar um 13.000, während Banken-Volkswirte saisonbereinigt einen Rückgang um 4000 erwartet hatten.

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Weise führte dies auf das anhaltende Winterwetter zurück. Dies setzt vor allem der Bauwirtschaft, aber auch dem Transport- und Verkehrsgewerbe zu, wie Reuters bereits am Montag berichtet hatte. So klagten drei Viertel der Bauunternehmen über winterliche Beeinträchtigungen.

Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland eine Spitzenposition ein. Frankreich dagegen hatte für Februar und damit den 22. Monat in Folge einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone steht mit 3,188 Millionen registrierten Arbeitslosen kurz davor, ihr Allzeithoch von knapp 3,2 Millionen Arbeitslosen vom Januar 1997 zu erreichen. Deutschland dagegen verzeichnet - auf der Grundlage saisonbereinigter Zahlen für Januar - hinter Österreich die geringste Arbeitslosigkeit in der EU.

Die Zeichen stehen günstig für eine weiter positive Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Deutschland. "Selbst bei unsicherer Erwartung müsste der April wieder unter drei Millionen sein", sagte Weise. Die Kurzarbeit bewege sich auf einem normalen Niveau, und Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung seien "trotz der schwachen wirtschaftlichen Dynamik weiter gewachsen", sagte Weise. Die Erwerbstätigenzahl lag im Februar mit 41,4 Millionen um 282.000 höher als ein Jahr zuvor. Sozialabgabenpflichtig beschäftigt waren nach Hochrechnungen der BA im Januar 28,97 Millionen Menschen - 395.000 mehr als vor Jahresfrist.

Den größten Beitrag dazu hätten mit knapp 170.000 neuen Arbeitsplätzen die wirtschaftlichen Dienstleistungen geleistet, sagte Weise. Den zweitgrößten Zuwachs sozialabgabenpflichtiger Jobs binnen Jahresfrist habe die Gesundheits- und Pflegebranche mit einem Plus von 95.000 zu verbuchen. Im Verarbeitenden Gewerbe sei die Dynamik nicht mehr ganz so groß, aber die Beschäftigtenzahl sei höher als vor der Wirtschaftskrise. Rückläufig seien die Beschäftigtenzahlen in der Zeitarbeit mit einem Minus von 61.000.

Wer bekommt wie viel?

Oberarzt

5 202 Euro - Beamter, 48 Jahre, A15, Stufe 6

Professor

4 230 Euro - Beamter, W2, wohnhaft in Hessen, aktueller Stand

Polizeimeisterin

2 329 Euro - Beamte, 29 Jahre, A7

Unteroffizier

1 937 Euro - Beamter, 26 Jahre, einfacher Dienst, A5, Stufe 3

Arzt

4 281 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, tätig an einem Universitätsklinkum, 34 Jahre, mit Berufserfahrung

Lehrer

3 537 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, an einem Gymnasium tätig, 32 Jahre, mit Berufserfahrung

Krankenschwester

2 426 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 27 Jahre, mit Berufserfahrung

Müllerwerkerin

2 093 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 45 Jahre, mit Berufserfahrung

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zeigte sich zufrieden. "Der deutsche Arbeitsmarkt ist weiter robust und grundstabil", erklärte die Ministerin. "Er trotzt den Unsicherheiten im Euroraum, den internationalen Konjunkturrisiken und im Grundsatz auch dem harten Winter." Die Linkspartei dagegen erklärte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) führe mit ihrer "EU-Kürzungspolitik auch den deutschen Arbeitsmarkt in eine tiefe Krise". 70.000 Arbeitslose mehr als im Vorjahr seien ein deutliches Zeichen, erklärte deren Arbeitsmarkt-Politikerin Sabine Zimmermann.

Von

rtr

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

28.03.2013, 11:53 Uhr

Die Lösung sollte doch klar sein (jedenfalls für alle die an den CO2-"Klimagift"-Schwindel glauben): wir brauchen mehr "menschgemachtes" CO2!!! Und auch die Kühe dürfen künftig wieder ihre Methanblähungen loswerden. Dafür sollte man die Gehirnblähungen gewisser Ideologen einschränken.

Es lebe die Klima-Erwärmung!
Also, Kohlekraftwerke hochfahren und Kohle verbrennen, egal ob die Energie gebraucht wird oder nicht (so ähnlich wie bei den erneuerbaren Energien).

Account gelöscht!

28.03.2013, 14:47 Uhr

Nachdem die deutsche Wirtschaft in vorauseilendem Gehorsam für die "Erderwärmung" bezahlt hat (u.a. durch die Teilnahme am staatsnahen Nachhaltigkeitsgeschwafel und grüner Propaganda), zahlt sie jetzt zusätzlich für die Folgen der Kälte.

Auch ein Weg, seine Wertschöpfung zu vernichten.

Account gelöscht!

28.03.2013, 14:49 Uhr

Lieber Hafnersp, leider Pech gehabt: "Treibhausgase" KÜHLEN die Erde. Sie wärmen sie also nicht. Die Gründe dafür haben wir für Schüler verständlich hier zusammengestellt: www.ke-research.de/downloads/Treibhaus.pdf

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