Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.08.2016

18:06 Uhr

Arbeitsmarkt

Knapp 200.000 Ausbildungsplätze unbesetzt

Unternehmen beklagen den Mangel an Bewerbern für ihre Ausbildungsplätze. Über 172.000 Stellen sind offen. Die Regierung geht auf die Konzerne zu und empfiehlt ihnen, sich bei der Besetzung der Plätze helfen zu lassen.

Unternehmer finden immer weniger Bewerber für ihre Ausbildungsplätze. dpa

Freie Ausbildungsstellen

Unternehmer finden immer weniger Bewerber für ihre Ausbildungsplätze.

BerlinZum Start des neuen Ausbildungsjahres sind 172 224 Plätze noch unbesetzt geblieben. Diesen Stand von Ende Juli teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Freitag in Berlin mit. „Jugendliche Lehrstellenbewerber haben in diesem Jahr allerbeste Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

„Ende Juli waren bei den Agenturen für Arbeit 24 000 mehr Ausbildungsangebote als suchende Jugendliche gemeldet“, sagte Schweitzer. Demnach waren noch mehr als 12 800 Plätze für angehende Einzelhandelskaufmänner und -frauen offen, rund 11 400 als Verkäufer und rund 6200 Plätze für Köche. Im Beruf des Hotelfachmanns und der Hotelfachfrau waren es rund 4400. Rund 5300 Kaufleute im Büromanagement wurden gesucht. Tausende unbesetzte Stellen gab es auch bei den Friseuren (4300), Lagerlogistikern (4000), KFZ-Mechatronikern (4000) und medizinischen Fachangestellten (2200).

Ausbildungsmarkt: Unternehmen finden nur schwer Nachwuchs

Ausbildungsmarkt

Premium Unternehmen finden nur schwer Nachwuchs

In Deutschland fehlen Zehntausende Azubis. Allein für Köche sind über 6.000 Lehrstellen unbesetzt. Bewerber gibt es genug – eigentlich. Die Bundesagentur für Arbeit hat einen Tipp – für Unternehmen und Interessenten.

Schweitzer wies auf Probleme für viele Unternehmen hin. „Ihnen gehen die Bewerber aus.“ Laut der jüngsten DIHK-Ausbildungsumfrage bleiben mittlerweile in fast jedem dritten Ausbildungsbetrieb Lehrstellen unbesetzt. „Rund 14 000 haben überhaupt keine Bewerber mehr.“ Die Gründe dafür: Der Trend gehe zum Studium und die Zahl der Schulabgänger sinke. So hätten 2015 rund 150 000 junge Leute mehr ein Studium begonnen als 2005. In dieser Zeit sei zugleich die Zahl der Lehrstellenbewerber um etwa 190 000 gesunken – ein Minus von 25 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×