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20.03.2012

03:24 Uhr

Arbeitsmarkt

Rentner dürfen mehr Geld verdienen

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will die Rentner mobil machen. Laut einem Medienbericht sollen Pensionäre zukünftig deutlich mehr Geld als bisher ohne Abzüge hinzuverdienen dürfen.

Ein Frau und zwei Senioren sitzen auf einer Parkbank. dapd

Ein Frau und zwei Senioren sitzen auf einer Parkbank.

BerlinBundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihre Pläne für die neue Kombirente nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ nachgebessert. Davon könnten vom nächsten Jahr an viele Ruheständler profitieren, die vorzeitig Altersrente beziehen und zusätzlich arbeiten, schreibt das Blatt.

Für Rentner gelten bislang starre Grenzen beim Hinzuverdienst. Wer vor Erreichen seiner Altersgrenze in den Ruhestand geht, darf derzeit nur 400 Euro im Monat hinzuverdienen - was darüber hinausgeht, wird schrittweise auf das Altersgeld angerechnet. Diese starren Verdienstgrenzen wolle die Ministerin abschaffen. In Zukunft soll es möglich sein, durch Rente und Arbeitseinkommen insgesamt so viel zu verdienen wie früher durch das Gehalt.

Laut Zeitung steht fest, dass für die Berechnung dieser Obergrenze das Jahr mit dem höchsten Einkommen der letzten 15 Jahre maßgeblich sein soll. Ursprünglich war vorgesehen, den Durchschnittsverdienst aus den letzten drei Jahren der Erwerbstätigkeit heranzuziehen. Für Rentner, die noch nebenbei berufstätig sind, kann die nun geplante Regelung ein größerer finanzieller Vorteil sein, weil der Spitzenverdienst in den 15 Jahren in der Regel höher ist als der Schnitt der letzten drei Jahre. Auch lassen sich so leichter Ungerechtigkeiten beim Berechnen von Abzügen vermeiden, etwa weil am Ende des Berufslebens das Gehalt geringer als vorher ausgefallen ist. Von der neuen Kombirente könnten aber nicht alle Frührentner profitieren, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“.

Die gelockerten Grenzen für den Hinzuverdienst gelten nur für Versicherte, die mindestens 63 Jahre alt sind und 35 Versicherungsjahre nachweisen können. Früher ist dies nur bei Schwerbehinderten möglich, deren maßgeblich Altersgrenze seit Anfang des Jahres schrittweise von 60 auf 62 angehoben wird.

Kommentare (11)

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Ameliegnom

20.03.2012, 06:29 Uhr

Nach dem Motto:
Von euren gekürzten Renten könnt ihr nicht mehr Leben, mit Niedriglohn könnt ihr nicht genug Beiträge einzahlen, mit Arbeit bis 67 sieht es auch nicht gut aus, die Beiträge kassieren wir natürlich gerne in voller Höhe. Damit ihr uns aber nicht alle verhungert sind wir so großzügig und lassen euch noch hinzu verdienen bis ihr tot umfallt.
Wenn ihr das nicht mehr könnt dann habt ihr leider Pech gehabt.

Abraham

20.03.2012, 07:24 Uhr

Hier werden wieder einmal Rentner und Pensionäre in einen Topf geworfen.
Absichtlich?
Die Pensionäre können sehr wohl und sehr gut von Ihrem Salär leben.
Und die Rentner haben zuwenig zum leben und zuviel zum sterben.
Und wer beschäftig schon Rentner ?
Die Frühpensionäre, wie Lehrer etc., können also noch mehr hinzu verdienen. Einfach unverschämt !

konrad

20.03.2012, 07:32 Uhr

Damit werden in Zukunft wieder nur Minirentensteigerungen kommen, wer will kann ja dazuverdienen! Das viele das nicht können wie Schwerbehinderte oder sehr alte Rentner wird verschwiegen.
Die wirkliche Inflationsrate wird nicht mehr veröffentlicht, sondern diese hedonisch berechnet. Wenn der PC doppelt so viel leistet, dann wird er danach als 50% billiger bewertet, obwohl er nicht günstiger wird.
Ich nenne das Betrug, aber es hilft die Rentensteigerungen zu bremsen.
Es geht also nur um den weiteren Abbau von Leistungen. Das ganze wird uns dann noch als Fortschritt verkauft.

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