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25.05.2011

10:46 Uhr

Arbeitsmarkt

Weise ist gegen verlängertes Arbeitslosengeld

BA-Chef Weise ist gegen ein verlängertes Arbeitslosengeld für Ältere. Man dürfe keine Anreize für einen frühzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben schaffen, sagte Frank-Jürgen Weise in einem Zeitungsinterview.

Auch ältere Arbeitnehmer sollten Anreize zum langen Arbeiten haben, sagt BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Quelle: dpa

Auch ältere Arbeitnehmer sollten Anreize zum langen Arbeiten haben, sagt BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Nürnberg/SaarbrückenDer Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, hat eine Abschaffung des verlängerten Arbeitslosengeldes für ältere Erwerbslose gefordert. Weise bezog sich dabei auch auf den drohenden Fachkräftemangel.

„Eine längere Lebensarbeitszeit bedingt, dass es keine Anreize geben darf, früher aus dem Erwerbsleben auszusteigen“, sagte Weise der "Saarbrücker Zeitung". Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitslose sei vor vier Jahren auf bis zu 24 Monate erhöht worden. Dies wieder zurückzunehmen, „kann eine Überlegung der Politik sein, wenn die Beschäftigungschancen Älterer steigen“, sagte Weise.

Zugleich warnte Weise vor Kürzungen bei der Neujustierung der Arbeitsmarktförderung: „Wir selbst haben uns eine Überprüfung der Fördermaßnahmen gewünscht, um dezentral deutlich mehr Handlungsspielraum im Interesse der Arbeitslosen zu gewinnen“, sagte Weise der Zeitung. „Unsere Absicht war nicht, damit Geld zu sparen.“

Die Bundesregierung will den Gesetzentwurf dazu an diesem Mittwoch verabschieden. Darin vorgesehen sind auch Einsparungen in Milliardenhöhe. Dabei soll auch der Gründungszuschuss für arbeitslose Existenzgründer eingeschränkt werden - durch Umwandlung von einer Pflicht- in eine Kann-Leistung. Damit will das Bundesarbeitsministerium Mitnahmeeffekten einen Riegel vorschieben.

Mit der Reform will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente von 42 auf 31 begrenzen, und zwar auf die effektivsten. Dies soll nicht zuletzt Geld einsparen helfen. Massive Kritik daran kam von SPD und Gewerkschaften.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

25.05.2011, 11:44 Uhr

Grundsätzlich mag das nicht verkehrt sein, fair ist es sicher nicht. Wer lange eingezahlt hat. sollte auch länger Geld bekommen. Das Arbeitgeber ältere Menschen wieder einstellen ist ein Märchen. Ich habe in über 7!! jahren nicht ein einziges Stellenangebot bekommen. Das liegt zum großen Teil auch daran, dass die Arbeitsvermittler überwiegend nicht qualifiziert sind. Im Gegensatz zu früher gibt es heute keine Fachvermittler die sich in der jeweiligen Branche auskennen. Die Förderinstrumente sind, so weit ich sie kenne ein Witz und sind mehr ein Fördeprogramm für Gewerkschaftsfirmen. Als ehemaliger Personalleiter hat man mich zu einem Kurs geschickt mit dem Ziel" Wie bewerbe ich mich richtig". Bevor man populistische Aussagen macht, sollte man lieber mal im eigenem Haus schauen was zu verbessern ist. Nur neue Farbe an den Wänden und neue PC`s reichen nicht Herr Weise.

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25.05.2011, 11:48 Uhr

Grundsätzlich mag das nicht verkehrt sein, fair ist es sicher nicht. Wer lange eingezahlt hat. sollte auch länger Geld bekommen. Das Arbeitgeber ältere Menschen wieder einstellen ist ein Märchen. Ich habe in über 7!! jahren nicht ein einziges Stellenangebot bekommen. Das liegt zum großen Teil auch daran, dass die Arbeitsvermittler überwiegend nicht qualifiziert sind. Im Gegensatz zu früher gibt es heute keine Fachvermittler die sich in der jeweiligen Branche auskennen. Die Förderinstrumente sind, so weit ich sie kenne ein Witz und sind mehr ein Fördeprogramm für Gewerkschaftsfirmen. Als ehemaliger Personalleiter hat man mich zu einem Kurs geschickt mit dem Ziel: Wie bewerbe ich mich richtig. Bevor man populistische Aussagen macht, sollte man lieber mal im eigenem Haus schauen was zu verbessern ist. Nur neue Farbe an den Wänden und neue PC`s reichen nicht Herr Weise.

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