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31.08.2016

11:39 Uhr

Arbeitsmarkt

Zahl der Erwerbslosen steigt auf 2,6 Millionen

Im Ferienmonat August ist die Arbeitslosenzahl um 23.000 auf 2,6 Millionen Menschen gestiegen. Die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt werde teuer und lange dauern, heißt es bei der Bundesagentur für Arbeit.

Im August ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen. dpa

Wartezimmer eines Jobcenters

Im August ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen.

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August leicht gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnete in dem Monat dennoch so wenige Erwerbslose wie noch nie in einem August seit der Wiedervereinigung.

Im August waren 2,684 Millionen Arbeitslose registriert, wie die Behörde am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Das seien 23.000 mehr als im Juli, aber 111.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,1 Prozent.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: „Der Arbeitsmarkt insgesamt hat sich weiter gut entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ist im August jahreszeitlich bedingt angestiegen, saisonbereinigt aber gesunken. Die Arbeitskräftenachfrage, gemessen an Beschäftigung und gemeldeten Stellen, ist weiterhin hoch.“ Der Anstieg der Arbeitslosenzahl sei der anhaltenden Sommerpause geschuldet.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern sei nach wie vor hoch, sagte BA-Chef Weise. „Im August waren 685.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 89.000 mehr als vor einem Jahr.“ Saisonbereinigt habe die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 7000 zugenommen. Der Stellenindex der BA – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – sei um zwei Punkte auf 219 Punkte gestiegen. Weise betonte: „Die Kräftenachfrage legt damit auf hohem Niveau weiter zu.“

Weise sieht gute Chancen, Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. „Aber es wird viel Geld kosten und lange dauern“, sagte er. Viel werde auch davon abhängen, wie viele Flüchtlinge dauerhaft in Deutschland bleiben, sagte Weise. Er gehe davon aus, dass für einen Teil der Menschen die Flucht nach Deutschland nur eine Entscheidung auf Zeit sei, um später in ihre Heimatländer zurückzukehren.

Die Gesamtbilanz, ob es sich für Deutschland gelohnt habe, „dass wir Menschen in unserem Land dazu bekommen haben“, werde wohl erst in einigen Jahren vorliegen.

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