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28.03.2012

14:11 Uhr

Arbeitsmigration

Regierung erleichtert Zuzug von Fachkräften

Das Gesetz für eine EU-Blue-Card soll bürokratische Hürden für Arbeitssuchende von außerhalb Deutschlands beseitigen. Die Mindestverdienstgrenze soll sinken und die Niederlassung erleichtert werden.

Arbeiter montieren in Wörth am Rhein im Werk von Mercedes-Benz LKW den Motor eines Lastkraftwagens vom Typ Actros. dapd

Arbeiter montieren in Wörth am Rhein im Werk von Mercedes-Benz LKW den Motor eines Lastkraftwagens vom Typ Actros.

BerlinDie Bundesregierung will den Zugang für Ausländer zum deutschen Arbeitsmarkt erheblich erleichtern. Wie Vertreter von Union und FDP am Mittwoch in Berlin mitteilten, haben sich beide Fraktionen auf die Einführung der sogenannten EU-Blue-Card geeinigt. Das Gesetz soll nach Möglichkeit noch vor der Sommerpause in Kraft treten. Damit würden, wie von Arbeitgeberseite seit langem gefordert, bürokratische Hindernisse bei der Zuwanderung von Fachkräften beseitigt.

Nach den Regierungsplänen soll die Mindestverdienstgrenze für ausländische Fachkräfte künftig bei 44.800 Euro (bisher 66.000 Euro) liegen. Bei sogenannten Mangelberufen - als solche gelten derzeit vor allem naturwissenschaftliche und technische Jobs - wird sie mit 34.944 Euro noch niedriger angesetzt. Überdies sollen Inhaber einer befristeten „Blue Card“ nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis erhalten, sofern sie über einen gültigen Arbeitsvertrag verfügen. Die Frist kann bei guten Sprachkenntnissen auf zwei Jahre verkürzt werden.

Die Bundesregierung setzt mit dem Gesetz eine Richtlinie der Europäischen Union um. Die Kommission hatte Berlin bereits dazu ermahnt.

Von

dapd

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

28.03.2012, 14:20 Uhr

Also sorry, die scheinen wirklich an der Zerstörung des Landes zu arbeiten. Mir fehlen da langsam die Worte, am besten man haut hier ab oder organisiert sich mit dem Volk um diesem Wahnsinn dieser Regierung ein Ende zu bereiten!

Account gelöscht!

28.03.2012, 14:44 Uhr

Man sucht keine Fachkräfte!! Deutschland hat 5 Mio Arbeitslose. man sucht Billigkräfte.

Wie ja beschrieben heuern insbesondere Sklavenhändler an um die Gewinne der Unternehmen zu maximieren.

Wir Zeit das die Regierung weg kommt, der neoliberale Irrsinn ein Ende hat.

Übrigens wird das die Ausländerfreundlichkeit massiv forcieren, insebesondere bei den 5Mio. Arbeitslosen und einigen Millionen prekär Beschaäftigten!

proLINKS

28.03.2012, 16:05 Uhr

"Bei sogenannten Mangelberufen - als solche gelten derzeit vor allem naturwissenschaftliche und technische Jobs - wird sie mit 34.944 Euro noch niedriger angesetzt."

Dies sind 2.912,00 EUR pro Monat. Auf die Stunde herunter gerechnet macht das knapp 17 EUR. Dafür bekommt man weder einen einheimischen noch einen fremden hochqualifizierten Mitarbeiter. Da bieten unsere schweizer bzw. skandinavischen Nachbarn wesentlich bessere Entlohnungen!

Insofern ist dieser Beschluss nur ein weiterer Beweis, wie man in Deutschland den Mittelstand abschaffen will.

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