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29.01.2014

11:48 Uhr

Arbeitsministerin Nahles

„Diese Rente ist verdient“

Arbeitsministerin Andrea Nahles verteidigt die Rentenpläne der großen Koalition. Sie glaubt nicht, dass es zu einer „Massen-Frühverrentung“ kommen wird. Zudem betont sie, den Versicherten werde „nichts geschenkt“.

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Umstrittenes Rentenpaket ist verabschiedet

Kabinett sagt „ja“ zu Nahles-Plänen: Umstrittenes Rentenpaket ist verabschiedet

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BerlinDas vom Kabinett beschlossene Rentenpaket stellt nach den Worten von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zugleich die Weichen für weitere Koalitionsvorhaben. „Den Menschen soll es besser gehen. Wir wollen mehr Gerechtigkeit“, sagte Nahles am Mittwoch bei der Vorstellung der verschiedenen Rentenvorhaben.

Mit der besonders umstrittenen abschlagfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte werde den Betroffenen „nichts geschenkt“, sagte Nahles. „Diese Rente ist verdient“. Nahles räumte ein, dass es ihr bislang nicht gelungen sei, eine verfassungskonforme Lösung gegen den befürchteten Trend zur Frühverrentung zu finden. Dies werde aber im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren gelingen, versicherte die Arbeitsministerin.

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Im Übrigen glaube sie nicht, dass es tatsächlich zu einer „Massen-Frühverrentung“ kommen werde. Dies sei auch für Arbeitgeber wegen der notwendigen Abschlagszahlungen an die Arbeitnehmer sehr teuer. Denn Frühverrentung rechne sich für Arbeitnehmer nur, wenn der Arbeitgeber eine Prämie drauflege. Diese Frühverrentung sei aber politisch nicht gewollt. Deshalb setze sie bei einer Lösung auch auf die Mitwirkung der Arbeitgeber.

Die Bundesregierung hatte zuvor das milliardenschwere Rentenpaket als erstes großes Gesetzesvorhaben der schwarz-roten Koalition auf den Weg gebracht. Es enthält neben der abschlagfreien Rente ab 63 für langjährig Versicherte Verbesserungen für Mütter, eine Aufstockung der Renten für Erwerbsgeminderte und bessere Reha-Leistungen. Die Verbesserungen sollen vom 1. Juli an gelten.

Von

dpa

Kommentare (14)

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mon_yburns@central.banktunnel.eu

29.01.2014, 12:06 Uhr

Gut, wer stellt den Strom her mit dem die Börtchen tiefgekühlt werden die Frau Nahles vor Jahren anagfenagen hat in den Banktresor zu legen? Wer stellt die Farbe hare und das Heizöl bereit damit Gebäude bei Frost im Winter nicht die Wasserroher platzen? Wer entfernt den Vogelkot vom Solarpanel des Altenheims oder wechselt die Vershcleißteile im Stromgenerator der Wind- oder Wasserkraftanlage? Wahrscheinlich hat jedes Altenheim einen Öltank der genug Inhalt für 100 jahre Rentenbezug hat.

Account gelöscht!

29.01.2014, 12:06 Uhr

Alles, was da herumgedoktort wird ist auf Dauer nicht bezahlbar, ohne dass die Beitragszahler quasi stranguliert werden. Es wird die "Grundsicherung" als Rente kommen und wer nicht selbst vorsorgt, weil er es nicht kann, wird verarmen. Bereits 1957 war das Konzept nicht zukunftsfähig, weil das dafür notwendige Wirtschaftswachstum nicht zu erreichen war und ist. Was in der gesetzlichen Rentenpolitik passiert, ist unverantwortlich gegenüber unseren Kindern. Wenn die Rente das einzige Problem wäre, könnte es vielleicht noch Auswege geben. Aber die Staatsverschuldung soll ja auch noch bezahlt werden. Oder nicht.....?

Betroffener

29.01.2014, 12:13 Uhr

"Diese Rente ist verdient" sagt Frau Nahles, jedoch sollte dann nicht verschwiegen werden, dass die heutigen Beitragzahler dies finanzieren müssen. Und zur Wahrheit gehört wohl auch, dass die Rentnergeneration die diese Wohltaten betreffen die Generation ist, die durch geringere Geburtenraten das Rentensystem belastet haben. Frau Nahles sollte dann ganz klar sagen, dass die heutigen Beitragszahler unter 45 mit einer Mindestrente auf Höhe des Existenzminimums zu rechnen haben. Das wäre dann mal eine Wahrheit die von einem Politiker zu erwarten wäre.
Dann kommen sicherlich die Vorschläge, mehr privat vorzusorgen! Schön, nur wie soll man als ein normal oder geringverdiener das machen? Durch die Renten"reform" wird der Rentenbeitrag mittelfristig auf mind. 25 % steigen, dazu der Pflegesoli und die Aufkündigung der Krankenversicherungsbeitragsteilung. Wenn ein Arbeitnehmer in vielen Regionen der Republik gut 30-35 % seines Nettolohns an Miete zahlen muss bleibt für Kinder oder private Vorsorge nicht mehr viel übrig.

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