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30.06.2015

10:11 Uhr

Arbeitszahl bei 2,71 Millionen

Sie sinkt und sinkt und sinkt

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni erneut um 51.000 auf nun 2,71 Millionen gesunken. Das sind 122 000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr – und der niedrigste Stand seit fast 24 Jahren.

Die Arbeitslosenquote ging im Monatsvergleich ein weiteres Mal zurück. dpa

Die Arbeitslosenquote ging im Monatsvergleich ein weiteres Mal zurück.

NürnbergDie Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juni auf den niedrigsten Stand seit fast 24 Jahren gefallen. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren in diesem Monat 2,711 Millionen Arbeitslose registriert. Das seien 51.000 weniger als im Mai und 122.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Behörde am Dienstag in Nürnberg weiter mit. Die Arbeitslosenquote habe 6,2 Prozent betragen. Niedriger war die Arbeitslosenzahl zuletzt im November 1991.

Auch die Zahl der Arbeitsplätze legte zu. Für die Sommermonate erwartet BA-Chef Frank-Jürgen Weise durch Betriebsferien und Ende der Ausbildung junger Leute vorübergehend eine Zunahme der Arbeitslosenzahl. Selbst unter Herausrechnung der Saison-Schwankungen ging die Arbeitslosenzahl zurück. Saisonbereinigt verzeichnete die BA mit 2,786 Millionen Erwerbslosen 1000 weniger als im Mai. Banken-Volkswirte hatten einen Rückgang um 5000 erwartet.

Der Arbeitsmarkt habe sich mit der auslaufenden Frühjahrsbelebung weiter günstig entwickelt, sagte BA-Chef Weise. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung seien weiter gewachsen. Auch die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Arbeitskräften habe weiter zugenommen. Nach Hochrechnungen der BA seien im April 30,581 Millionen Menschen sozialabgabenpflichtig beschäftigt gewesen. Das seien 521.000 mehr als vor einem Jahr. Besonders stark trügen qualifizierte Dienstleistungen sowie der Bereich Pflege und Soziales zum Beschäftigungsanstieg bei.

„In den nun folgenden Sommermonaten müssen wir mit einem Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit rechnen“, sagte Weise. Das sei aber ein „vorübergehendes Phänomen“ durch die Ferienmonate und das Ende der Ausbildungszeit vieler junger Leute. Wenn man diesen Saisoneffekt außer Acht lasse, „dürfte sich in den nächsten Monaten die Arbeitslosigkeit nur wenig ändern“.

Durch die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt steht die BA auch finanziell um rund 1,8 Milliarden Euro besser da als geplant. Die Einnahmen seien etwas höher, vor allem aber lägen die Ausgaben um 1,7 Milliarden Euro unter dem Plan.

Von der Griechenlandkrise in der Euro-Zone geht laut Weise vorerst keine Gefahr für den deutschen Arbeitsmarkt aus. Er sehe „für die nächste Zeit, egal wie das ausgeht in der EU und in Griechenland, für den Arbeitsmarkt noch keine Beeinträchtigung“.

Kommentare (5)

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Herr Fred Meisenkaiser

30.06.2015, 10:17 Uhr

Die Arbeitslosenzahl sinkt bei uns und steigt in der EU. Und die Deutschen Steuerzahler (Nicht die Reichen im Lande!!!) finanzieren diese Arbeitslosigkeit in der EU über Zahlungen an diese Länder!

Account gelöscht!

30.06.2015, 10:55 Uhr

Die Arbeitslosenzahlen sinken im demographischen Deutschland deswegen, weil mehr Menschen in Rente gehen als Jünger nachkommen. Deutschland hat sein Problem in Zukunft nicht mit den Arbeitslosenzahlen, sondern mit den Rentnerzahlen und Altersarmutszahlen.

Herr Vitto Queri

30.06.2015, 11:08 Uhr

>> Sie sinkt und sinkt und sinkt >>

Die Zahl der Rentner und Menschen ohne Jobs, die aus der Statistik gefallen sind, steigt, steigt und steigt...........!

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