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15.05.2014

00:51 Uhr

ARD-Deutschlandtrend

Union verliert vor Europawahl leicht an Zustimmung

Die AfD hat beim ARD-Deutschlandtrend auf einen Umfrage-Höchstwert zugelegt. Die Union kann bei der Europawahl mit den meisten Stimmen rechnen, verliert aber an Zustimmung. Schulz baut seinen Vorsprung vor Juncker aus.

Laut dem ARD-Deutschlandtrend würden bei der Europawahl 39 Prozent der Wähler Schulz als Präsident der EU-Kommission bevorzugen. Reuters

Laut dem ARD-Deutschlandtrend würden bei der Europawahl 39 Prozent der Wähler Schulz als Präsident der EU-Kommission bevorzugen.

KölnDie Union kann bei der Europawahl weiter mit den meisten Stimmen rechnen, hat einer aktuellen Meinungsumfrage zufolge aber an Zustimmung verloren. Bei der Sonntagsfrage zur Europawahl im Auftrag der ARD-Tagesthemen kam die Union auf 37 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen. Die SPD kommt laut der am Mittwochabend veröffentlichten Umfrage unverändert auf 27 Prozent. Die Grünen bleiben ebenfalls unverändert bei neun Prozent, auf den gleichen Wert kommt mit einem Plus von einem Punkt die Linke. Ebenfalls einen Punkt zulegen konnte die AfD, die mit sieben Prozent ihren bisherigen Höchstwert im ARD-DeutschlandTrend erreichte.

Für die Sonntagsfrage zur Europawahl befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche bundesweit 1.500 Wahlberechtigte.

Die Europawahl-Programm der Parteien

CDU

Die CDU setzt mit dem früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister als deutschem Spitzenkandidaten den Schwerpunkt auf Wirtschaft und Finanzen. Sie will den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM und das Konzept „Hilfe zur Selbsthilfe“ erhalten. Eine Vergemeinschaftung der Schulden wird weiter abgelehnt. „Armutswanderung“ in soziale Sicherungssysteme soll verhindert werden. Bürokratie für kleine und mittlere Unternehmen soll abgebaut und mehr Bürgernähe durch eine Vereinfachung der EU-Gesetzgebung geschaffen werden. Eine Vollmitgliedschaft der Türkei wird abgelehnt.

CSU

Die CSU übt inhaltlich wie personell den Spagat zwischen Anti-Brüssel-Propaganda und Bekenntnissen zu Europa: CSU-Vize Peter Gauweiler bedient die Europagegner und soll die AfD neutralisieren, der offizielle Spitzenkandidat Markus Ferber steht für die proeuropäische Seite. Forderungen sind die Rückgabe nationaler Kompetenzen, Bürokratieabbau, die Verkleinerung der Kommission und die Einführung von Volksentscheiden in Deutschland über wichtige Europafragen.

SPD

Bei der SPD gibt es mit dem Europaparlaments-Präsidenten Martin Schulz einen zugkräftigen Spitzenmann, er ist auch der europaweite Kandidat der Sozialdemokraten und soll EU-Kommissionspräsident werden. Rechts- wie Linkspopulisten sagt die SPD den Kampf an. Wichtige Ziele sind: strengere Haftungsregeln für Banken, Trennung von Investment- und Geschäftsbankensystem und ein „Finanz-Check“ für alle neuen Finanzprodukte; Entzug der Banklizenz bei Hilfe zum Steuerbetrug; europaweite Mindestlöhne; weniger Bürokratie, mehr Mitsprache und mehr Macht für das Europaparlament.

Linke

Die Linke spricht sich für eine grundlegende Neuausrichtung der EU aus. „Europa geht anders. Sozial, friedlich, demokratisch“, heißt ihr Programm. „Wir wollen einen Politikwechsel, damit die EU nicht vornehmlich Eliten an Reichtum und Macht ein Zuhause bietet, sondern sich solidarisch für alle entwickelt.“ Konkret fordert die Partei Mindestlöhne und -renten in der gesamten EU, eine Neuausrichtung der Währungsunion, die Vergesellschaftung privater Großbanken, ein Verbot von Rüstungsexporten sowie die Auflösung der Nato.

Grüne

Die Grünen stellen den Klima- und Verbraucherschutz, mehr Datensicherheit und Bürgerrechte in den Mittelpunkt. Antieuropäischen Populismus von Rechts und Links konfrontieren sie mit dem „Ziel eines besseren Europas“. Sie wollen die EU weiterentwickeln und die Erweiterungspolitik der EU fortsetzen. Sie wollen ein Europa der erneuerbaren Energien. Der Atomausstieg soll in der gesamten EU vorangetrieben werden. Lebensmittel sollen frei von Gentechnik und Antibiotika sein. EU-weit verpflichtende Herkunftsangaben sollen dabei Transparenz schaffen.

FDP

Die FDP will nach dem bitteren Abschied aus dem Bundestag ein kleines Comeback schaffen. In den Umfragen bewegt sich bei den Liberalen aber bislang nichts. Sollte die AfD besser abschneiden, hätte Parteichef Christian Lindner ein Problem. Von einer Schicksalswahl will er aber nichts wissen. Der Hauptgegner sei Schwarz-Rot, nicht die AfD. Inhaltlich tritt die FDP für mehr Bürgerrechte ein, die Vorratsdatenspeicherung soll verhindert werden. Beim Euro soll der Rettungsschirm ESM schrittweise reduziert, zudem ein Austrittsmechanismus für Euro-Länder geschaffen werden.

AfD

Die Alternative für Deutschland setzt mit ihrem Slogan „Mut zu D EU tschland“ ein klares Zeichen. Erst geht es um Deutschland, dann um Europa. Ein Austritt aus dem Euro wird für die Krisenländer Südeuropas gefordert. Neue EU-Mitglieder soll es nicht geben, Kompetenzen sollen auf die nationale Ebene zurückverlagert werden. Neben Parteichef Bernd Lucke auf Listenplatz eins soll der frühere Industriepräsident Hans-Olaf Henkel der Partei ein Gesicht geben. Eine Zusammenarbeit mit Rechtsextremen lehnt die AfD ab.

Abgefragt wurden auch die Meinungen zu den Spitzenkandidaten der Parteien, die automatisch als erste Kandidaten für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten gelten. Die beiden wichtigsten Bewerber sind für die europäischen Sozialdemokraten der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, sowie für die Europäische Volkspartei der frühere luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker.

Derzeit zeigt sich der Umfrage zufolge ein klares Bild: 39 Prozent würden Schulz als Präsident der EU-Kommission bevorzugen (sechs Punkte mehr als bei der Befragung vor zwei Wochen), 22 Prozent Juncker (minus drei Punkte). Zehn Prozent wollen keinen der beiden Politiker, 20 Prozent ist mindestens einer von beiden unbekannt.

Von

afp

Kommentare (8)

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15.05.2014, 09:28 Uhr

Wer eine der Blockparteien wählt - einschließlich der AfD(!) - hat nicht mehr alle an der Latte!
Wählen gehen und seinen Kommentar auf den Wahlzettel schreiben! Weg mit der EUSSR! Weg mit dem FIAT-Money! Weg mit den Neo-Kons der AfD! Weg mit den grünbraunen Gutmenschen! Weg mit diesem ganzen Polit€kelpack!

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15.05.2014, 09:57 Uhr

Die "Pseudo-Konservativen" mit Juncker und die "Sozialisten" mit M.Schulz bilden im EU-Parlament eine "Grosse Koalition" bei Abstimmungen. Also bitte BEIDE ZUSAMMEN UNTER 50 % drücken !! Sonst geht die Ausplünderung Deutschlands weiter.

++++ Keine Stimme für CDU oder SPD am 25. Mai !!!! ++++

Account gelöscht!

15.05.2014, 10:01 Uhr

Wir haben stagnierende Preise, das ist Gift für die Aktienmärkte. Die brauchen ein wachsendes Krebsgeschwür, wo hinten immer mehr Geld zum Aktien kaufen "rauskommt".

Gehen Sie mal in den Supermarkt ! Dort gibt es "immer mehr minderwertige Lebensmittel natürlich zu Dumping-Preisen". Mit Hilfe dieser Artikel wird der sogenannte "HARTZ4-Einkaufswagen" berechnet, aus dem die Inflation abgeleitet wird.

Heisst also, höherwertige teurere Artikel kommen in der Inflations-Statistik garnicht vor. ECHTE Inflation ist bei 4 % !!

Ausserdem eine Inflation NULL Prozent oder gar Deflation stört niemanden, ausser die Aktienmärkte. Denn es MÜSSEN immer höhere Gewinne her - damit niemand verkaufen will und die Blase immer weiter wachsen kann.

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DRAGHI als Goldesel von Goldman Sachs hat die EINZIGE AUFGABE, jegliches Geld aufzuwirbeln (kontinuierlicher Zufluss) mit Angst und Straf-Zinsen, dass es in Dollar gewandelt an NASDAQ und DOW JONES angelegt wird und die BLASE weiter füttert.

Der ESM ist einsatzbereit (950 Milliarden EUR) und Draghi will ihn sofort PLÜNDERN damit der ganze Staats-Anleihe-Schrott aufgekauft werden kann. Der Mann gehört in einem Veruntreuungs-Prozess verklagt !!! Dow Jones und Nasdaq sind seine "heiligen Kühe". Um nichts anderes dreht sich sein tägliches Denken und Handeln.

Dreckspack, das Europa ausplündert !!!

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Der erste Verrat der Regierungen an den Deutschen war, dass man zugelassen hatte, dass deutsche Firmen immer mehr Arbeit ins Ausland verlegen im Zuge der "Globalisierung". Dafür haben die Politiker auch noch massiv Geld als Lobbyisten-Lohn erhalten. Deshalb der wirtschaftliche Niedergang Deutschlands und auch Europas. Einen "Dritte-Welt-Kontinent Europa" haben sie geschaffen.

Der zweite Verrat der Regierungen ist, dass sie sich von der deutschen Bevölkerung verabschiedet haben und Deutschland als "anonyme offene Bahnhofshalle" betreiben. Die Deutschen sind ihnen vollkommen egal, die Deutschen sollen ja weg.

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