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02.02.2012

23:02 Uhr

ARD-Umfrage

Deutsche zweifeln an sozialer Marktwirtschaft

Ein großer Teil der Deutschen ist einer Umfrage zufolge mit der derzeitigen Wirtschaftsordnung unzufrieden. Die Sorge vor der Euro- und Schuldenkrise ist indes immer noch hoch. Das zeigt der ARD-„Deutschlandtrend“.

Die soziale Marktwirtschaft mache „die Reichen reicher und die Armen ärmer“, meinen viele Deutsche. dapd

Die soziale Marktwirtschaft mache „die Reichen reicher und die Armen ärmer“, meinen viele Deutsche.

BerlinDie Deutschen schauen weiterhin sorgenvoll auf die Wirtschaftslage. Die Sorge vor der Euro- und Schuldenkrise ging in der Umfrage leicht zurück, war aber immer noch hoch. 79 Prozent sind der Ansicht, „der schlimmste Teil der Euro- und Schuldenkrise steht uns noch bevor“, wie der ARD-Deutschlandtrend ergab. Das sind fünf Punkte weniger als im Dezember 2011. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (66 Prozent) sagen aber auch, „ich persönlich bin von Krise nicht betroffen“ (plus elf Prozent).

Die Hälfte der Befragten ist mit der Wirtschaftsordnung in Deutschland unzufrieden. Drei Viertel (77 Prozent) finden, die soziale Marktwirtschaft „macht die Reichen reicher und die Armen ärmer“, ergab die aktuelle Befragung des Instituts Infratest dimap. 73 Prozent denken demnach, die soziale Marktwirtschaft „funktioniert nicht mehr so wie früher“. 51 Prozent sind der Ansicht, die Wirtschaftsordnung „muss grundlegend verändert werden“. Attraktive Alternativen sahen die meisten Befragten aber nicht.

Zwei Drittel der Befragten waren der Ansicht, die soziale Marktwirtschaft sei „maßgeblich für die derzeit gute wirtschaftliche Lage in Deutschland“. Dass sie persönlich vom aktuellen Wachstum in Deutschland profitieren, dachten aber nur 25 Prozent der Befragten. 51 Prozent sagten, „ich mache mir Sorgen um meine persönliche wirtschaftliche Zukunft“ (minus zwei Prozent).

Von den derzeit diskutierten Vorschlägen zur Bewältigung der Krise in Griechenland trifft ein „EU-Spar-Kommissar“ auf die größte Zustimmung. 73 Prozent finden, der Vorschlag zur Beaufsichtigung des griechischen Haushalts durch einen EU-Vertreter gehe in die richtige Richtung.

72 Prozent sehen in einem Konjunkturprogramm für die griechische Wirtschaft den richtigen Weg zur Bewältigung der Krise. Nur eine Minderheit ist hingegen für einen Verzicht der EU-Länder auf die Rückzahlung griechischer Schulden (30 Prozent) oder für weitere Bürgschaften der starken EU-Länder für Griechenland (24 Prozent).

Kommentare (62)

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Account gelöscht!

02.02.2012, 23:17 Uhr

Man muss die Fragen auch anders stellen und nicht vorformulieren, dann wird ein Schuh draus. An der jetzigen MArktwirtschaft ist im Prinzip nichts falsch, doch am nicht gedeckten Geld schon, noch viel schlimmer als dieses Geld ist die fast schon hochkriminelle antidemokratische Politik die in D betrieben wird, gegen die eigenen Bürger abreitet, sie belügt, betrügt, abzockt und so ziemlich alles aushebelt wofür dieses Land mal stand! Der Zeitpunkt für eine Revolution für echte Demokratie ist längst überreif!

eksom

02.02.2012, 23:33 Uhr

Die sozial Marktwirtschaft wurde mit der Hilfe der SPD und dessen Gazprom-SCHÖDER spätestens ab der AGENDA 2010 für immer abgeschafft! Es gibt keine soziale Marktwirtschaft mehr in Deutschland, dass scheinen viele immer noch nicht begriffen zu haben! Es herrscht das freie mächtige Kapital und deren Marionetten in der Politik! In einer sozialen Marktwirtschaft würden keine Kinder HARTZ-IV beziehen! Es sind aber ca. 1,9 Mio. Kinder in Deutschland! In einer sozialen Marktwirtschaft würden es keinen Ein-Euro-Jobber geben, die von den Unternehmen ausgebeutet werden! Gibt es aber!
In einer sozialen Marktwirtschaft würde keiner mit 67 Jahren in die Rente verdonnert (=indirekte Rentenkürzung!). Also erzählt keine Märchen von einer nicht existierenden sozialen Marktwirtschaft!

Account gelöscht!

02.02.2012, 23:49 Uhr

das Problem am sozialstaat ist, das es immer jemanden gibt der diesen ausnutzt.
dann werden es immer mehr.... Und dann kann es keiner mehr bezahlen.
dann gibts nur noch hartz 4,
Gleiches bei der rente, keine kinder bekommen, aber immer frueher in rente gehen, ja das sind rentenkuerzungen, muss aber auch sein. das war auch Adenauer schon klar das das passiert, aber ihm war klar dann ist er nicht mehr im amt ist.

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