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04.04.2012

22:48 Uhr

ARD-Umfrage

Mehrheit der Deutschen gegen Betreuungsgeld

Auf das derzeit heiß diskutierte Betreuungsgeld würde die Mehrheit der Deutschen lieber verzichten. Ganz anders sieht es beim nächsten Streitthema aus: Die Pendlerpauschale erfreut sich durchaus größerer Beliebtheit.

Das Betreuungsgeld ist der aktuelle Zankapfel bei Schwarz-Gelb. dpa

Das Betreuungsgeld ist der aktuelle Zankapfel bei Schwarz-Gelb.

BerlinDie Mehrheit der Bundesbürger lehnt das Betreuungsgeld laut ARD-Deutschlandtrend ab, wünscht aber eine höhere Pendlerpauschale. Laut der vom Infratest dimap erhobenen Umfrage sprechen sich 54 Prozent gegen den Vorschlag eines Betreuungsgelds für Eltern aus, die ihre Kinder nicht in staatlich geförderte Krippen schicken. Dagegen unterstützen 42 Prozent die geplante Förderleistung.

Ganz anders fällt das Ergebnis bei der Pendlerpauschale aus, die die FDP erhöhen will. 70 Prozent der Deutschen befürworten eine Erhöhung der Pendlerpauschale um zehn Cents, 28 Prozent sind dagegen. Dreiviertel der Deutschen sind zudem dafür, dass der Staat per Gesetz starke Preisschwankungen an den Tankstellen verhindern soll. Die am Mittwoch veröffentliche Befragung von 1005 Bundesbürgern fand am Montag und Dienstag statt.

Von

rtr

Kommentare (7)

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05.04.2012, 07:34 Uhr

Bundesbürger scheinen mehrfach ganz vernüntige Leute zu sein; mal sehen, ob Politiker das ebenso sein können, indem sie den Wünschen der Mehrheit folgen.

MartinSchuster

05.04.2012, 07:55 Uhr

Wären die meisten Deutschen Raucher, wären sie logischerweise gegen Einschränkungen des Rauchens. Sehr viele Deutsche hätten Vorteile von der Pendlerpauschale, deshalb die hohe Zustimmung zur Erhöhung derselbigen. Nur wenige Deutsche haben noch bzw. planen Kinder - daher ist 'man' gegen das Betreuungsgeld. Es kostet pro Jahr übrigens nur 1 % von dem was in der Finanzkrise Hypo Real Estate in den Sand gesetzt hat. Eine Gesellschaft, die in Kindern keine Perspektive mehr sieht sondern nur Kosten verbaut sich die eigene Zukunft.

MartinSchuster

05.04.2012, 08:07 Uhr

Da Familien mit vorhandenen oder geplanten Kindern in D. inzwischen eine Minderheit sind, macht sich eine repräsentative Umfrage zwar gut, aber ändern am demografischen Problem tut sie man gar nichts. Will D. aus der demogr. Falle herauskommen, dann sollten junge Mütter oder angehende Mütter befragt werden.

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