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22.09.2016

10:04 Uhr

Armut

Vom Risiko, im Westen Deutschlands arm zu sein

Im Westen sind mehr Menschen von Armut bedroht als noch vor zehn Jahren, im Osten geht das Risiko leicht zurück, zeigt eine Statistik. Doch in einem Bundesland steigt die Gefährdung überdurchschnittlich an.

Ohne Schuhe: Im Westen Deutschlands sind heute deutlich mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren. dpa

Kinderarmut

Ohne Schuhe: Im Westen Deutschlands sind heute deutlich mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren.

WiesbadenIm Westen Deutschlands sind heute deutlich mehr Menschen von Armut bedroht als vor zehn Jahren. 2015 galten in den alten Bundesländern 14,7 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet, das waren 1,5 Prozentpunkte mehr als 2005, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Außer Hamburg lagen alle westdeutschen Länder über dem Niveau des Jahres 2005.

Am stärksten erhöhte sich das Armutsrisiko demnach in Nordrhein-Westfalen und zwar um 3,1 Prozentpunkte auf 17,5 Prozent binnen zehn Jahren. In Berlin (plus 2,7 Prozentpunkte) und Bremen (plus 2,5 Prozentpunkte) war der Anstieg des Armutsrisikos ebenfalls überdurchschnittlich.

Die Armutsgefährdung in Deutschland

Bremen

2005 waren 22,3 Prozent aller Menschen in Bremen armutsgefährdet. 2015 sind es 24,8 Prozent.

Berlin

2005: 19,7 Prozent

2015: 22,4 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern

2005: 24,1 Prozent

2015: 21,7 Prozent

Sachsen-Anhalt

2005: 22,4 Prozent

2015: 20,1 Prozent

Thüringen

2005: 19,9 Prozent

2015: 18,9 Prozent

Sachsen

2005: 19,2 Prozent

2015: 18,6 Prozent

Nordrhein-Westfalen

2005: 14,4 Prozent

2015: 17,5 Prozent

Saarland

2005: 15,5 Prozent

2015: 17,2 Prozent

Brandenburg

2005: 19,2 Prozent

2015: 16,8 Prozent

Niedersachsen

2005: 15,5 Prozent

2015: 16,5 Prozent

Hamburg

2005: 15,7 Prozent

2015: 15,7 Prozent

Rheinland-Pfalz

2005: 14,2 Prozent

2015: 15,2 Prozent

Schleswig-Holstein

2005: 13,3 Prozent

2015: 14,6 Prozent

Hessen

2005: 12,7 Prozent

2015: 14,4 Prozent

Baden-Württemberg

2005: 10,6 Prozent

2015: 11,8 Prozent

Bayern

2005: 11,4 Prozent

2015: 11,6 Prozent

Im Osten hingegen sank der Anteil der von Armut bedrohten Menschen binnen zehn Jahren mit Ausnahme Berlins von 20,4 auf 19,7 Prozent, wenngleich das Niveau in den neuen Ländern immer noch deutlich höher lag als im Westen. Am stärksten war der Rückgang um jeweils 2,4 Prozentpunkte in Brandenburg, wo die Armutsgefährdungsquote im vergangenen Jahr bei 16,8 Prozent lag und in Mecklenburg-Vorpommern mit 21,7 Prozent. In Sachsen-Anhalt verringerte sich der Anteil um 2,3 Prozentpunkte auf 20,1 Prozent.

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Das bundesweit höchste Armutsrisiko wies im Jahr 2015 Bremen mit 24,8 Prozent auf, gefolgt von Berlin mit 22,4 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 21,7 Prozent. Am wenigsten armutsgefährdet waren die Menschen in Bayern mit 11,6 Prozent, Baden-Württemberg mit 11,8 Prozent und Hessen mit 14,4 Prozent.

Die sogenannte Armutsrisikos wird EU-weit nach einheitlichen Kriterien berechnet und misst den Anteil der Bevölkerung, der aufgrund seiner Einkommenssituation mit dem Risiko leben muss, in Armut abzurutschen. Die offizielle Grenze liegt bei 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens der vergleichbaren Gesamtbevölkerung.

Für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren lag der Schwellenwert 2014 nach Angaben des Statistischen Bundesamts bei Einkünften von 2072 Euro im Monat. Für alleinlebende Erwachsene waren es 986 Euro pro Monat.

Von

afp

Kommentare (15)

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22.09.2016, 10:22 Uhr

ARMUT
Vom Risiko, im Westen Deutschlands arm zu sein
Im Westen sind mehr Menschen von Armut bedroht als noch vor zehn Jahren, im Osten geht das Risiko leicht zurück, zeigt eine Statistik. Doch in einem Bundesland steigt die Gefährdung überdurchschnittlich an

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ARMUT IM GANZEN EUROPÄISCHEN KONTINENT...was hat uns 500 MILLIONEN EUROPÄER diese Europäische Union und auch die gemeinsame Währung EURO schon mehr an Wohlstand gebracht ???

POLITIKER und UNTERNEHMER LEBEN IN GANZ EUROPA WIE DIE MADE IM SPECK ...und die Bevölkerung Europas steht Schlange vor ESSENS SPENDEN , sind ARBEITSLOS und SOGAR OBDACHLOS !

WO IST SOZIALER GERECHTIGKEIT IN EUROPA ?
WO IST WOHLSTAND IN EUROPA ?
WO IST SOZIALER FRIEDEN IN EUROPA ?
WO IST SICHERHEIT UND FRIEDEN IN EUROPA ?
WO IST MENSCHENWÜRDE IN EUROPA ?

Kurz beschrieben...IN EUROPA DES JAHRES 2016 GEHT ES DEM GANZEN KONTINENT IN ALLEM SCHLECHTER ALS VOR 10 JAHREN...und teilweise sogar schlimmer als vor beginn des Zweiten Weltkrieges !!!!!

Diese " EU " KOSTET UND KOSTET UND LEISTET NICHTS POSITIVES !!!


 

Herr Ciller Gurcae

22.09.2016, 10:59 Uhr

Diese Armutsgefährdung mit den 60% des mittleren Nettoeinkommens der vergleichbaren Gesamtbevölkerung ist doch ein Konstrukt der eu-weiten Sozialindustrie.
Demnach wird es bis zum Endsiege des Kommunismus, und der ist weit weg, immer Armutsgefährdete geben, egal was der Staat anstellt. In Deutschland werden jährlich 850 Milliarden Euro für Soziales verballert, das ist doch krank!

Menschen, die normal arbeiten und verdienen, werden durch die Sozialindustrie geplündert und das Raubgut hier und weltweit umverteilt. Gleichzeitig zahlt ein gewisser Herr Wulff von seinem "Ehrensold" Nullkommanull Euro in die Sozialkassen ein.

Frau Lana Ebsel

22.09.2016, 11:14 Uhr

Das ist aber blöd, dass im Osten die Armut zurückgeht. Jetzt können gewogene Parteien das nicht mehr nutzen, um "armen" Bürgern eine Wählerstimme aus der Tasche zu ziehen. aber halt. Es gibt ja jetzt eine neue Masche. Man droht mit dem Rückgang des Tourismus und weniger Arbeit für Wäschereien, wie eine verwirrte Vertreterin des beteiligten Umfrageinstitutes in den Medien erklärt.

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