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17.10.2011

11:16 Uhr

Armutsrisiko

Migranten sind doppelt so oft betroffen

Rund ein Viertel von Deutschen mit Migrationshintergrund und Ausländern in Deutschland ist einer neuen Berechnung zufolge von Armut bedroht. Bei Einwohnern ohne entsprechenden Hintergrund ist es nur die Hälfte.

Rund ein Viertel der Migranten in Deutschland ist armutsgefährdet. dpa

Rund ein Viertel der Migranten in Deutschland ist armutsgefährdet.

WiesbadenDas Armutsrisiko für Migranten in Deutschland ist mehr als doppelt so hoch wie das der Menschen ohne Migrationshintergrund. 2010 waren in Deutschland 26 Prozent der Migranten armutsgefährdet, wie das Statistische  Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Hingegen ermittelten die Statistiker für die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund ein Armutsrisiko von zwölf Prozent. Als Migranten gelten dabei sowohl Deutsche mit Migrationshintergrund als auch Ausländer.

Gemäß der EU-Definition sind Menschen armutsgefährdet, wenn sie mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen müssen.

Wie in der Gesamtbevölkerung haben Menschen mit Migrationshintergrund demnach ein überdurchschnittliches Armutsrisiko, wenn sie alleinerziehend, erwerbslos oder Schulabbrecher sind. Bei Migranten allerdings ist dieses Risiko noch einmal deutlich höher:

So ist beispielsweise jeder zweite Alleinerziehende mit Migrationshintergrund armutsgefährdet - bei Alleinerziehenden ohne Migrationshintergrund ist es jede dritte. Auch sind Migranten deutlich häufiger von Kinder- und Altersarmut betroffen.

 

Von

afp

Kommentare (1)

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17.10.2011, 15:06 Uhr

Und wie hoch ist das mittlere Einkommen?

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