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04.09.2014

11:29 Uhr

Asylbewerberzahlen steigen

Weltweite Krisen führen mehr Menschen nach Deutschland

Überall herrscht Krieg, Menschen fliehen vor Hunger und Verfolgung. Viele kommen nach Europa, auch die Asylbewerberzahlen in Deutschland spiegeln das wieder. Doch eine Änderung des Asylrechts halten nur manche für nötig.

Sie sind nun vorerst Krieg und Leid entkommen und in Bayern untergebracht: Die aus Syrien stammenden Flüchtlinge (v.l) Walaa Al-Bohairi, Nabil Doudieh und Hisham Al-Halabi. dpa

Sie sind nun vorerst Krieg und Leid entkommen und in Bayern untergebracht: Die aus Syrien stammenden Flüchtlinge (v.l) Walaa Al-Bohairi, Nabil Doudieh und Hisham Al-Halabi.

WiesbadenDie Situation in mehreren Krisenstaaten und auf dem Balkan hat die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen in Deutschland das vierte Jahr in Folge steigen lassen. Rund 225.000 Menschen bekamen Ende 2013 Geld und Gutscheine nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das war über ein Drittel (36 Prozent) mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Rund 40.400 Menschen stammten aus den Balkan-Staaten Montenegro, Kosovo und Serbien. Aus Afghanistan, dem Irak und Syrien waren es zusammen etwas weniger als 42.300. Fast ein Drittel aller Leistungsbezieher (31 Prozent) waren Kinder und Jugendliche.

Als Fluchtgründe für die Menschen aus der Balkan-Region nennt Pro Asyl vor allem die Flutkatastrophe und die Schutzlosigkeit von Roma gegen rassistische Übergriffe. 10.000 Leistungsbezieher waren Mazedonier. Rund 17.300 kamen aus der Russischen Föderation, ein Plus von etwa 128 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Noch stärker war der Zuwachs bei Menschen aus Eritrea (283 Prozent) und Somalia (142 Prozent). Aus diesen beiden afrikanischen Ländern bekamen insgesamt aber nur 8800 Menschen Asylbewerberleistungen.

Der Anteil der Menschen aus Asien betrug insgesamt fast 41 Prozent (Vorjahr 45 Prozent), derer aus Europa 38 Prozent (Vorjahr 36 Prozent). Knapp 17 Prozent kamen aus Afrika. Fast ein Drittel aller Leistungsbezieher (31 Prozent) waren Kinder und Jugendliche.

Der Staat gab insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro für Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz aus. Das war über ein Drittel mehr (38 Prozent) als im Vorjahr. Das Bundesverfassungsgericht hatte die Höhe der Leistungen im Juli 2012 als unvereinbar mit dem Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum erklärt. Seither wird - bis zur Neuregelung des Gesetztes - etwas mehr bezahlt.

Das Bundeskabinett hatte vergangene Woche den Weg für eine Neuregelung des Asylbewerberleistungsgesetzes von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) frei gemacht. Die Höhe der Leistungen soll künftig ähnlich wie bei Hartz IV ermittelt werden. So kann ein Asylbewerber etwa 352 Euro bekommen. Das sind etwa 40 Euro weniger als ein Arbeitslosengeld-II-Bezieher, denn Asylbewerber müssen zum Beispiel Hausrat nicht selbst finanzieren. Enthalten sind Sachleistungen wie Essenspakete und Taschengeld.

Kommentare (4)

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Herr Theo Gantenbein

04.09.2014, 11:26 Uhr

Krisen hat es auch schon vorher zu genüge gegeben (Balkan), aber unser Sozialsystem ist so großzügig zu allen, da kommt man einfach gerne!

H4 inkl. aller Zulagen liegt weit über den Normallöhnen in sehr, sehr vielen Ländern. Warum also dort arbeiten, wenn der Michel es einem in DLand gemütlich macht?

Herr Don Zeckito

04.09.2014, 12:47 Uhr

IMMER DRAN DENKEN BEIM NÄCHSTEN BESUCH IHRES DISCOUNTERS:

Ein Flüchtling und Asylant erhält in Deutschland mit allen Zulagen und Sozialleistungen ein höheres Monatseinkommen als eine Aldi-, bzw. Lidl Kassiererin mit einer Handmanschette ihren 40-50 Stunden Dienst von Montags bis Samstags bestreitet.

Dumm - Dümmer - Deutsch

Frau Margrit Steer

04.09.2014, 12:55 Uhr

Ein H I$-Empfänger hat auch mehr als viele Rentner. Denn es wierd komplett die Miete bezahlt und die Heizkosten.

Eiem wirklich Kriegsflüchtling helfe ich auch persönlich gerne, aber der Rest sovn sog. Asylanten haben hier nichts zu suchen, sie keine Asylanten.
Mit diesem Wort wird seit vielen Jahren Schindluder getrieben, auch von unseren Politikern

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