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27.05.2011

14:21 Uhr

Atomausstieg

Sieben Altmeiler sollen nicht wieder ans Netz gehen

Die Bundesumweltminister Röttgen und seine Länderkollegen wollen die sieben ältesten Meiler nicht wieder anschalten. Der Beschluss ist eine Vorentscheidung zum Atomausstieg - aber noch lange nicht das letzte Wort.

Strommasten bei Esenshamm in der Wesermarsch vor dem Kernkraftwerk Unterweser. Quelle: dapd

Strommasten bei Esenshamm in der Wesermarsch vor dem Kernkraftwerk Unterweser.

WernigerodeSieben ältere Atomkraftwerke in Deutschland sollen nach dem Willen der Umweltminister von Bund und Ländern nicht wieder ans Netz. Darauf einigte sich die Umweltministerkonferenz einstimmig bei ihrer Tagung am Freitag in Wernigerode im Harz, wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) mitteilte.

Zu dem Beschluss gebe es allerdings eine Reihe von Protokollnotizen aus den Ländern, etwa zur sicheren Energieversorgung. Auch das Atomkraftwerk Krümmel wird demnach nur in den Protokollnotizen genannt. Allerdings haben sich die Minister nicht auf ein Datum für die Abschaltung der letzten Atomkraftwerke in Deutschland einigen können.

Stattdessen sprach sich die Umweltministerkonferenz für einen „frühestmöglichen gesetzlichen Ausstieg aus der Kernenergie aus“, wie der Sprecher des Umweltministeriums von Sachsen-Anhalt, Detlef Thiel, am Freitag mitteilte.

Die Bundesregierung solle ein „ehrgeiziges und realistisches Konzept vorlegen“. Damit wird mit Spannung der kommende Sonntag erwartet, wenn der Koalitionsausschuss mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das Ausstiegskonzept beraten will. Bei der Konferenz der Umweltminister waren nach Angaben eines Teilnehmers unter anderem 2017 und 2022 als mögliche Zeitpunkte für den Ausstieg genannt worden.

Mit dem bevorstehenden Aus für die älteren Kernkraftwerke könnte das Stromnetz in Süddeutschland in diesem Winter in eine kritische Lage geraten, warnt indes der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Wenn die Sonne nicht scheine, kein Wind blase und auch noch die belastete Nord-Südleitung ausfalle, würden an einem kalten Wintertag Kapazitäten in einer Größenordnung von rund 1000 Megawatt fehlen, sagte er am Freitag in Bonn. Deshalb wäre es klug, sich für einen solchen Notfall die Option zu erhalten, Kernkraftwerke aus dem Moratorium wieder aufschalten zu können. Andernfalls sei nicht auszuschließen, dass die Netzbetreiber dann gezielt einzelne Großverbraucher vom Netz nehmen müssten.

Die sieben ältesten Atomkraftwerke stehen vor dem endgültigen Aus. Die Umweltminister von Bund und Ländern einigten sich auf ihrer Konferenz in Wernigerode darauf, dass die sieben Meiler nicht mehr ans Netz gehen sollen, wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) mitteilte. Die sieben Meiler sowie das Kernkraftwerk Krümmel sind wegen des Atom-Moratoriums der Bundesregierung derzeit nicht am Netz.    Die Umweltminister plädierten für einen frühestmöglichen Ausstieg aus der Kernenergie. Die Ressortchefs hätten sich dafür ausgesprochen, dass es ein schnellst mögliches Ausstiegsdatum geben soll, sagte Röttgen. Die Tagung der Umweltminister habe einen konstruktiven Beitrag zur Energiewende geleistet. „In diesem Ziel herrscht Einvernehmen“, betonte der Bundesumweltminister.    Jahreszahlen für einen Atomausstieg wurden allerdings nicht genannt. Man bewege sich aber in einem Korridor zwischen 2017 und 2020, sagte Röttgen. Einen genauen Zieltermin solle die Energie-Ethikkommission vorlegen. Diese tagt am Wochenende noch einmal und übergibt ihren Bericht am Montag an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Bericht wird im Anschluss am Montagvormittag in Berlin vorgestellt.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

27.05.2011, 14:17 Uhr

Wie geil ist das denn?

"Sieben Altmeier sollen nicht wieder ans Netz gehen"

Liebe Redaktion was sind den ALTMEIER?

Account gelöscht!

27.05.2011, 14:24 Uhr

Altmeier scheint der neue Bundestorwart zu sein. Warum soll er nicht mehr ans Netz gehen ?

Account gelöscht!

27.05.2011, 15:35 Uhr

Klasse Artikel!

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