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12.01.2010

14:22 Uhr

Atomkraft

Kraftwerksbetreiber treffen Politik im Kanzleramt

Die Atombranche drängt energisch auf Laufzeitverlängerungen ihrer Kraftwerke. Um die Details zu besprechen, kommen die Branchenspitzen offenbar in der kommenden Woche mit Kanzleramtsminister Pofalla zusammen - doch die Politik will sich vor einer raschen Entscheidung drücken.

Kraftwerk Krümmel: Atomlobby drängt auf rasche Entscheidung. ap

Kraftwerk Krümmel: Atomlobby drängt auf rasche Entscheidung.

HB BERLIN. In der Debatte um die Zukunft der Atomkraft hat das Kanzleramt zu einem hochrangigen Treffen geladen. Vorstände der vier großen Stromversorger wollen am 21. Januar mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) zusammenkommen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus Branchen- und Regierungskreisen. Geladen sind dazu auch die Staatssekretäre aus Wirtschafts- und Umweltministerium, Jochen Homann und Jürgen Becker. Im Mittelpunkt wird das Drängen der Branche auf zügige Entscheidungen über die grundsätzlich in Aussicht gestellten Laufzeitverlängerungen. Der Koalitionsvertrag lässt jedoch Details und Zeitplan weitgehend offen. Zunächst soll bis Oktober ein Energiekonzept erarbeitet werden. Eine Sprecherin von Kanzleramtsminister Pofalla wollte sich nicht zu dem Treffen äußern.

Die Branche will jedoch schon jetzt über Konditionen einer Verlängerung und etwaige zusätzliche Sicherheitsauflagen sprechen. Vor allem drängen EnBW und RWE auf schnelle Entscheidungen: Der Reaktor Neckarwestheim I müsste nach bisheriger Gesetzeslage im Frühjahr vom Netz, in diesem Jahr stünde zudem auch noch der RWE-Reaktor Biblis A vor dem Aus. Diese beiden Konzerne sowie E.ON und Vattenfall sollen mit den Vorstandschefs ihrer Kraftwerkstöchter bei dem Treffen vertreten sein.

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