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23.03.2017

12:39 Uhr

Atommüll

Bundestag beschließt Gesetz zur Suche nach Endlager

Bis 2031 soll ein Endlager für den hoch radioaktiven Atommüll gefunden werden. Der Bundestag hat dazu ein Gesetz verabschiedet, das die Kriterien für einen solchen Standort festlegt.

An dem Gesetzentwurf hatten Politiker, Umweltschützer, Vertreter der Energiebranche, Wissenschaftler und interessierte Bürger jahrelang gearbeitet. dpa

Atom-Endlager gesucht

An dem Gesetzentwurf hatten Politiker, Umweltschützer, Vertreter der Energiebranche, Wissenschaftler und interessierte Bürger jahrelang gearbeitet.

BerlinDer Bundestag hat das Gesetz für die Suche nach einem deutschen Endlager für hoch radioaktiven Atommüll beschlossen. Es legt Kriterien und den Ablauf für die Auswahl eines Standorts fest, der bis 2031 gefunden werden soll. Gesucht wird in ganz Deutschland, Mitte des Jahrhunderts soll das Endlager für den strahlenden Abfall aus den deutschen Atomkraftwerken in Betrieb gehen. An dem Gesetzentwurf hatten Politiker, Umweltschützer, Vertreter der Energiebranche, Wissenschaftler und interessierte Bürger jahrelang gearbeitet. Die Fraktionen von Union, SPD und Grünen brachten ihn gemeinsam ein und stimmten ihm zu, die Linksfraktion stimmte dagegen. Der Bundesrat soll in der kommenden Woche zustimmen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Holger Narrog

23.03.2017, 13:42 Uhr

Das Endlagergesetz ist so gestaltet, dass die "Endlagersuche" garantiert ergebnisfrei bleibt. Ich nehme an, dass die grüne Klientel, grüne Institute und NGO das von den Versorgern eingezahlte Geld für Studien und andere Zwecke nutzen werden und der abgebrannte Kernbrennstoff auf unabsehbare Zeit in Zwischenlagern verbleibt.

Politisch ist das für das ökosozialistische Politiksystem optimal da die Saga der "ungelösten Endlagerung" als erfolgreichste Ökosaga Deutschlands für Generationen erhalten bleibt.

Sachlich werden dadurch die Risiken maximiert, da die Radioaktivität exponentiell abklingt und die radioaktiven Abfälle in ihrer gefährlichsten Phase in überirdischen Zwischenlagern verweilen.

Sachlich gesehen gibt es ein für 1,7 Mrd. € erkundetes Endlager in Gorleben gegen welches es nach jahrzehntelanger Untersuchung keine Ausschlusskriterien gibt. Das Aufschliessen eines Bergwerks in 800m Tiefe kostet 700 Mio. $ (US) (Glencore Ernest Henry). Somit liesse sich dieses Thema abseits des ökoreligiösen Spektakels und des aktuellen Atomrechts in ca. 4 Jahren für ca. 2 Mrd. € beenden.

Sachlich gesehen werden von internationalen Fachexperten (ökoreligiöse Atomexperten sind nicht gemeint) eine stabile geologische Formation, ein dichter Abschluss vor der Biosphäre (Salz, Ton) gefordert. Salz ist vorteilhafter als Ton da ersteres die Wärme besser leitet. Somit stehen Salzstöcke üblicherweise an 1. Stel le, Tonlagerstätten an 2. Stelle und Granit (kein Abschluss vor der Biospäre) an 3. Stelle.

Technisch gesehen lässt sich der abgebrannte Kernbrennstoff wiederaufbereiten und damit wieder nutzen. Auch für die Reste der Wiederaufbereitung gibt es g rösstenteils Nutzungsmöglichkeiten.

Herr Old Harold

23.03.2017, 13:58 Uhr

Geeignet wären Gemeinden wie Grafenrheinfeld, wo die Bevölkerung mehrheitlich bedauert, dass ihr AKW stillgelegt wird.

Herr Holger Narrog

23.03.2017, 15:01 Uhr

Hallo Herr Harold...ein radioaktives Endlager sollte für jede Gemeinde ein Segen sein. Die Gemeinde erhält Gewerbesteuern, es entstehen gut bezahlte, sichere Arbeitsplätze. Die Auswirkungen beschränken sich abseits eines ökoreligiösen Politikspektakels auf den Eisenbahn- und LKW Verkehr.

So haben sich in Skandinavien regelmässig mehrere Gemeinden um radioaktive Endlager beworben.

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