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07.12.2012

21:19 Uhr

Attacken gegen Union

„Grüne oder Merkel“

Die Grünen haben einer schwarz-grünen Koalition erneut eine Absage erteilt. Besonders die CSU-Politiker Markus Söder und Alexander Dobrindt bekamen ihr Fett weg.

Jürgen Trittin auf dem Landesparteitag der bayerischen Grünen in Augsburg. dpa

Jürgen Trittin auf dem Landesparteitag der bayerischen Grünen in Augsburg.

Augsburg/HagenDer Spitzenkandidat der Grünen, Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin, hat schwarz-grünen Koalitionsspekulationen und besonders einer Zusammenarbeit mit der CSU eine Absage erteilt. Als Grund nannte er Unterschiede in der Europapolitik. „Kann sich jemand vorstellen, dass eine proeuropäische Partei wie die Grünen, die mehr Europa will, mit solchen europapolitischen Blindgängern, mit einer antieuropäischen Partei wie der CSU regieren kann?“, sagte Trittin am Freitagabend beim Landesparteitag der bayerischen Grünen in Augsburg.

CSU-Politiker wie Bayerns Finanzminister Markus Söder und Generalsekretär Alexander Dobrindt griff Trittin auch persönlich an: „Bisher kannte man blöd, blöder, Söder. Seit neuestem ist ein neuer Komparativ hinzugekommen: doof, doofer, Dobrindt.“

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Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, die vor vier Wochen zusammen mit Trittin in einer Urwahl zur Spitzenkandidatin gekürt worden war, schwor ihre Partei auf harte Wahlkampfmonate bis zur Bundestagswahl ein. „Wir wollen es anders, wir können es besser, deshalb heißt es: Grüne oder Merkel“, sagte Göring-Eckardt beim Landesparteitag der nordrhein-westfälischen Grünen in Hagen. Es sei aber noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um die schwarz-gelbe Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel abzulösen.

Die NRW-Grünen sind mit 12 720 Mitgliedern der größte Landesverband und derzeit mit 14 Abgeordneten im Bundestag vertreten. Auf Platz eins und zwei der Landesliste wählten die Delegierten die frühere NRW-Umweltministerin, Bundestagsfraktionsvize Bärbel Höhn, und den parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Volker Beck.

Ein Trostpflaster gab es für Parteichefin Claudia Roth in Augsburg. Die bayerischen Grünen wählten die 57-Jährige - zum vierten Mal in Folge - mit 84,7 Prozent auf Platz eins der Landesliste. Bei ihrem Versuch, Spitzenkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl im Herbst 2013 zu werden, war Roth im November gescheitert.

Die bayerischen Grünen wollen mit 15 statt bisher 10 Abgeordneten in den Bundestag einziehen, gab die Landesvorsitzende Theresa Schopper in Augsburg als Ziel aus. Dann habe die Partei in Bayern auf jeden Fall ihren Teil dazu beigetragen, um Schwarz-Gelb in Berlin abzulösen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

07.12.2012, 21:40 Uhr

TRITT -IHN

Account gelöscht!

07.12.2012, 22:10 Uhr

Kann sich jemand vorstellen, dass eine proeuropäische Partei wie die Grünen, die mehr Europa will,
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So der Salon-Kommunist
Der will nicht mehr Europa, der will die Diktatur Europa und vorrangig deutsches Geld aus dem Land tragen. Noch mehr und noch schneller als Merkel
Aber eines verstehe ich nicht, da Merkel ja auch für die Diktatur Europa, also für den sozialistischen Zentralstaat steht, müßte Trittin doch bestens mit ihr auskommen

Account gelöscht!

07.12.2012, 22:23 Uhr

Der Kommunist mit grünem Mäntelchen....

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