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13.01.2011

09:04 Uhr

Audienz

CSU zieht Besuch beim Papst der Koalitionsrunde vor

VonSven Afhüppe

Was sind schon die Zankereien um die Steuervereinfachung und den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr gegen Gespräche und Fotos mit Benedikt XVI.? Das dachten sich zumindest acht Mitglieder des CSU-Landesvorstands, die an der Generalaudienz des Papstes teilnahmen – statt an der Tagung des Bundeskabinetts.

Mitglieder der CSU-Landesgruppe zogen eine Audienz beim Papst der Koalitionsrunde vor. Quelle: dpa

Mitglieder der CSU-Landesgruppe zogen eine Audienz beim Papst der Koalitionsrunde vor.

BERLIN. Hans-Peter Friedrich gehört zu den wenigen Politikern im Parlament, die stets darauf bedacht sind, den richtigen Ton zu treffen. Gestern fiel es dem Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag aber alles andere als leicht, seine Gefühle in die passenden Worte zu kleiden: „Die Begegnung mit dem Heiligen Vater hat uns tief bewegt und war für uns alle eine außerordentliche Erfahrung. Sie gibt uns Kraft und neue Impulse für unsere Arbeit als Christen in der Politik“, schwelgte Friedrich von der persönlichen Begegnung mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan. Friedrich war zusammen mit sieben weiteren Mitgliedern des Landesgruppenvorstands nach Rom gereist, um an der Generalaudienz des deutschen Papstes teilzunehmen. Wer wollte, konnte den Besuch der CSU-Politiker sogar live auf EWTN TV verfolgen.

Da der Heilige Vater diese Audienzen für gewöhnlich mittwochs abhält, fehlte Friedrich allerdings bei der gestrigen Vorbesprechung der Union vor der ersten Kabinettssitzung des Jahres. Denn auch das Bundeskabinett tagt in der Regel mittwochs. Immerhin nahmen die Bundesminister der CSU an der Sitzung teil. Und was sind schon die Zankereien um die Steuervereinfachung und den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr gegen Gespräche und Fotos mit Benedikt XVI.? Beschwerden aus der schwarz-gelben Koalition gab es über die Rom-Reise jedenfalls nicht.

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