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31.01.2014

16:48 Uhr

Auftritt in München

Guttenberg kehrt aus selbstgewähltem Exil zurück

VonTill Hoppe

In München tritt Ex-Verteidigungsminister Guttenberg erstmals seit seinem Rücktritt auf deutschem Boden auf. Er spricht über Cybersicherheit, das transatlantische Verhältnis – und sein mögliches Comeback in der Politik.

Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat nicht vor, die Kanzlerin zu stürzen. dpa

Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat nicht vor, die Kanzlerin zu stürzen.

MünchenEs ist eine lange Anreise für einen kurzen Auftritt. Erst kurz vor 15 Uhr, dem terminierten Beginn seiner Rede, betritt Karl-Theodor zu Guttenberg die ehemalige Karmeliterkirche im Zentrum Münchens, er kommt direkt vom Flughafen. Eine gute Stunde später verlässt er sie schon wieder, mit dem Ziel: Flughafen.

Seit fast drei Jahren lebt zu Guttenberg mit seiner Familie in den USA, im selbstgewählten Exil, wenn man so will. An diesem Freitagnachmittag ist er eigens aus den Staaten in die bayerische Hauptstadt gereist, um auf einer Veranstaltung des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) zu sprechen, der am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz geladen hat. Es ist der erste Auftritt vor Publikum in Deutschland seit seinem Rücktritt als Bundesverteidigungsminister im März 2011.

Guttenberg weiß, dass er noch immer enormes Interesse in seiner Heimat weckt. Auch die Wirtschaftsvertreter stehen Schlange, um ihm die Hand zu schütteln, zücken ihre Handys für Schnappschüsse. Aber er macht sich rar: Ein paar Nachfragen, keine Interviews, schnell rein und schnell wieder raus.

Der Baron ist mit 42 Jahren immer noch jung, er hat also noch viel Zeit für ein Comeback in der deutschen Politik, falls er das überhaupt will. Er selbst macht sich lustig über die Spekulationen über „meinen angeblich 387. Comeback-Versuch“ und versichert augenzwinkernd: „Ich habe weder vor, den Ministerpräsidenten zu stürzen noch die Kanzlerin.“ Er fühle sich derzeit in den USA sehr, sehr wohl.

Guttenberg hat sich nach seinem schmählichen Abschied neue Aufgaben gesucht, und neue Themen: „Cybersicherheit– ein unterschätztes Risiko?“, lautet die Überschrift seines halbstündigen Vortrages. Er wirft Powerpoint-Folien an die Wand, die englische oder auch denglische Überschriften tragen wie „From Government to Googlement“ oder „disruptive technologies“.

Kommentare (16)

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guttenfreund

31.01.2014, 17:08 Uhr

hat er sich da im Exil jetzt auch noch ein "s" gekauft?

Account gelöscht!

31.01.2014, 17:26 Uhr

Vielen Dank für den Hinweis. Den Fehler haben wir natürlich korrigiert.

Account gelöscht!

31.01.2014, 17:42 Uhr

Liebe Aliens im Universum: Könnt ihr bitte Guttenberg einfach wegbeamen auf einen fernen Planeten- ganz ganz weit weg von der Erde. Danke!

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