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14.03.2017

17:44 Uhr

Auftrittsverbot für türkische Politiker

NRW will weiterhin Verbot von Minister-Auftritten einzeln prüfen

Während das Saarland ein generelles Auftrittsverbot für türkische Politiker ausgesprochen hat, will NRW weiterhin jeden Auftritt einzeln prüfen. Auch Schleswig-Holstein will sich nicht auf ein Verbot festlegen.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin will weiterhin im Einzelfall über die Auftritte türkischer Politiker entscheiden. dpa

Hannelore Kraft

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin will weiterhin im Einzelfall über die Auftritte türkischer Politiker entscheiden.

DüsseldorfAnders als das Saarland lehnt es Nordrhein-Westfalen ab, ein generelles Auftrittsverbot für türkische Politiker auszusprechen. „Wir werden auch weiterhin Auftritte von türkischen Regierungsmitgliedern im Einzelfall betrachten“, ließ NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) am Dienstag über die Staatskanzlei mitteilen. Sicherheitsaspekte seien ebenso wichtig wie der Charakter einer Veranstaltung. Vor Journalisten hatte sich Kraft am Montag entschieden dagegen ausgesprochen, den innertürkischen Wahlkampf in Deutschland auszutragen.

Auch die SPD-geführte Landesregierung in Schleswig-Holstein will sich zurzeit nicht auf Auftrittsverbote festlegen. „Uns liegen derzeit keine Erkenntnisse zu geplanten Wahlkampfauftritten türkischer Politiker vor“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage.

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In Nordrhein-Westfalen sind ebenfalls keine Termine für weitere Wahlkampfauftritte türkischer Regierungspolitiker bekannt. Nach Ansicht Krafts müssten entsprechende Veranstaltungen auch von der Bundesregierung verhindert werden. Dies sei sicherlich „keine einfache Entscheidung“.

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte am Dienstag ankündigt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um ein Verbot durchzusetzen. Türkische Minister sind in dem CDU/SPD-regierten Bundesland bislang nicht aufgetreten. Im Saarland wird am 26. März ein neuer Landtag gewählt, in Schleswig-Holstein am 7. Mai, in Nordrhein-Westfalen eine Woche später am 14. Mai.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

14.03.2017, 18:48 Uhr

Knarre und Lorchen, mit den Händen nach oben zum geistigen Empfang, ist das die Wende ?

Herr Bernhard Ramseyer

14.03.2017, 19:23 Uhr

"„Wir werden auch weiterhin Auftritte von türkischen Regierungsmitgliedern im Einzelfall betrachten“, ließ NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) am Dienstag über die Staatskanzlei mitteilen."

Kein Mut zu einer klaren Entscheidung. Solche Personen wollen politische Führungskräfte sein?
Es sind weiterhin Bürgermeister, Landräte und Mitarbeiter der Feuerwehr in NRW verantwortlich.

Herr Peer Kabus

15.03.2017, 10:23 Uhr

@Herr Bernhard Ramseyer

Sie verkennen da etwas.

Dieser angeblich "bürgerlichen" Kraft geht es nur um ihren armseligen Machterhalt.

Dafür verzichtet die doch nicht freiwillig auf die Analphabeten-Kreuzchen der getürkten "Deutschen".

Passend dazu ist die heutige Abstimmung im NRW-Landtag auf Betreiben dieser Kraft mit den nicht Deutschland Grünen, usw. zum kommunalen Wahlrecht von Ausländern außerhalb der EU.

Für "Stimmen" würden dieses Machtpolitiker"Pack" Alles und Jeden verkaufen - im wahrsten Sinne des Spruchs "wir versaufen Omas Häuschen" sicher auch das.

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