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23.11.2012

12:54 Uhr

Aus Finanznöten

Erste deutsche Kommune führt Pferdesteuer ein

Die Kommune Bad Sooden-Allendorf hat Schulden – und zwar nicht zu knapp. Um wieder seinen Haushalt wieder in den Griff zu bekommen, führt der Ort in Nordhessen als erste Gemeinde in Deutschland eine Pferdesteuer ein.

Pferde auf einer Wiese bei Hildesheim. dpa

Pferde auf einer Wiese bei Hildesheim.

Bad Sooden-AllendorfAls erste Kommune in Deutschland führt das nordhessischen Bad Sooden-Allendorf eine Pferdesteuer ein. Das Stadtparlament stimmte der Abgabe von 200 Euro pro Jahr und Pferd zu, wie Bürgermeister Frank Hix (CDU) sagte. Der hoch verschuldete Kurort erhofft sich Einnahmen von 30.000 Euro im Jahr. Die Steuer wird vor allem Hobby-Reiter treffen.

Dass in der Gemeinde schon jetzt mit Pferden Geld verdient wird, zeigt ein Blick auf die Internetseite. Zwei Reitvereine werden dort beworben, unter „Freizeit & Sport“ finden sich die Punkte Reiten zu Therapiezwecken und Westernreiten. Die Steuer soll Anfang kommenden Jahres eingeführt werden, zunächst muss noch eine Satzung erarbeitet werden.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung bestätigte am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, dass Bad Sooden-Allendorf die erste Kommune mit einer solchen Steuer ist.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

23.11.2012, 13:07 Uhr

Im Prinzip in Ordnung.

Allerdings landet jeder Cent Steuereinnahme und Einsparung über kleine Umwege am Mittelmeer oder in Paris.

Account gelöscht!

23.11.2012, 13:38 Uhr

Man kann mit seinen Kindern auch schön auf Reiterhöfen im Ausland Urlaub machen, bald wird sich dies in Deutschland nicht mehr rentieren. Es gibt Kinder welche mehrmals die Woche reiten und so ihre Freizeit bereichern. Alles was nach elitärem Hobby aussieht sollte sowieso schon versteuert sein. Eine Steuer auf Kühe, Katzen, Wellensittiche und überhaupt alles Getier was unsere deutsche Luft atmet! Unsere Kinder gehören schließlich vor den Fernseher und nicht in die Natur ! Ein dummes Volk regiert sich besser! Manche Kommunalpolitiker sollte man mit Anlauf in den Arsch treten.

Ullibartheljanssen

23.11.2012, 13:39 Uhr

Schade es gibt hier ein Rechtsgutachten dass die Steuer unzulässig ist, also wird es den Steuerzahler viel Geld und Anwaltskosten kosten und die Steuer dann wieder aufgehoben wird. Wirtschaftlich wird diese Steuer aufgrund der schwierigen erfassung erst ab 750€

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