Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.07.2013

16:24 Uhr

Aus für Rüstungsexporte

FDP-Politiker rügt Freude der „naiven Gutmenschen“

ExklusivDas Panzergeschäft mit Saudi-Arabien steht vor dem Aus. Die Freude von Rot-Grün ärgert Union und FDP – zumal ein Geschäft zu scheitern droht, dass „in unserem politischen und volkswirtschaftlichen Interesse liegt“.

Martin Lindner (FDP) stört die Debatte über deutsche Rüstungsexporte. picture alliance / dpaHannibal dpa/lbn

Martin Lindner (FDP) stört die Debatte über deutsche Rüstungsexporte.

BerlinPolitiker von Union und FDP haben die Debatte in Deutschland über Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien kritisiert. Angesichts der Freude von SPD und Grünen über das vor dem Aus stehende Panzergeschäft mit Riad rügte der FDP-Politiker Martin Lindner die Freude der „naiven Gutmenschen in Deutschland“. „Damit würde ein Geschäft verloren gehen, das in unserem eigenen politischen und volkswirtschaftlichen Interesse liegt“, sagte Lindner dem Handelsblatt.

Der CDU-Verteidigungspolitiker Bernd Siebert kritisierte, es sei in Deutschland nicht einfach, das Thema Rüstungsexporte sachlich zu diskutieren: „Komplexe Realitäten werden häufig ausgeblendet“, sagte er dem Handelsblatt.

Kraus-Maffei-Wegmann: Milliardenschwerer Panzerdeal droht zu scheitern

Kraus-Maffei-Wegmann

exklusivMilliardenschwerer Panzerdeal droht zu scheitern

Nach Protesten in Deutschland denkt Saudi-Arabien darüber nach, den Auftrag für den Kauf von 270 Leopard-Kampfpanzern von Kraus-Maffei-Wegmann nicht zu erteilen. Der Milliardenauftrag könnte an die US-Konkurrenz gehen.

Nach Handelsblatt-Informationen wird Saudi-Arabien den Großauftrag über bis zu 270 Kampfpanzer sehr wahrscheinlich an den US-Konzern General Dynamics und nicht an den deutschen Wettbewerber Krauss Maffei Wegmann mit seinem Modell „Leopard 2“ vergeben.

Der CSU-Verteidigungsexperte Florian Hahn kritisierte die Reaktionen der Opposition darauf: „Saudi-Arabien wird trotzdem Panzer haben, allerdings amerikanische“, sagte er dem Handelsblatt. „Das geht zu Lasten unseres Einflusses auf das Land, unserer wirtschaftlichen Partnerschaft mit dem Land und unserer Arbeitsplätze an deutschen Standorten.“

Von

tho

Kommentare (38)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

14.07.2013, 17:09 Uhr


Rot-Grün ruiniert unsere Wirtschaft.
*
Das lukrative Panzergeschäft ist ja nicht das erste, was die Bedenkenträger von rot-grün verhindert haben.
*
Aber auch diverse hoch-technologische Entwicklungen wurden schon von rot-grün kaputt gemacht. Beispielhaft Erwähnt sei hier der Transrapid, der nun von den Chinesen gebaut wird.
*
Aber auch die Gen-Technologie wird von rot-grün ins Ausland verdrängt.
*
Wovon soll den ein an Rohstoffen armes Land überleben, wenn nicht von Technologie? Vielleicht von der Landwirtschaft???

OleLakshmiMuellerSchabrunski

14.07.2013, 17:15 Uhr

Der Morgenthau hat sich übers Land gelegt ...

Wobei man durchaus auch Zweifeln kann an gewissen "Partnern":

Israel setzte deutsches U-Boot für Raketenangriff auf Syrien ein

http://de.rian.ru/security_and_military/20130714/266481888.html

demokrat1

14.07.2013, 17:24 Uhr

Wo die USA ihre fundamentalistischen Christen als Fortschrittsverhinderer haben, haben wir Rot-Grün. Die USA haben nur den Vorteil, dass sie sich nicht in die Wirtschaftspolitik einmischen.
Unserer lieben Freunde von Rot-Grün sind dann aber auch schnell gegen ihre eigenen Forderungen, sobald sie selbst betroffen sind. Siehe Windparks, Bahntrassen, Biotreibstoffe versus Agrarwirtschaft etc.
Die deutsche Sprache hat dafür eine Bezeichnung: "SCHEINHEILIG"

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×