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02.10.2014

17:11 Uhr

Aus Westafrika

Deutschland soll zweiten Ebola-Kranken aufnehmen

In Deutschland wird vielleicht bald ein zweiter Ebola-Patient behandelt. Heftige Vorwürfe in den USA: Dort hätte die Erkrankung eines Liberianers womöglich viel früher entdeckt werden können.

Die Ärzte am Universitätsklinikum Frankfurt bereiten sich auf die Aufnahme eines Ebola-Patienten aus Westafrika vor. dpa

Die Ärzte am Universitätsklinikum Frankfurt bereiten sich auf die Aufnahme eines Ebola-Patienten aus Westafrika vor.

Dallas/FrankfurtDer erste in den USA erkrankte Ebola-Patient hatte offenbar Kontakt zu Dutzenden Menschen. Der 42-Jährige habe bei seinem Verwandtenbesuch mit etwa 80 Leuten zu tun gehabt, darunter auch mehreren Kindern, berichtete der Sender NBC am Donnerstag. Der Fernfahrer war aus Liberia gekommen und hatte in Texas Krankheitssymptome gespürt - war aber von der Klinik zunächst nicht ernst genommen worden. Erst zwei Tage später habe das Krankenhaus ihn auf Ebola untersucht.

Unterdessen bereiten sich Ärzte am Universitätsklinikum Frankfurt auf die Aufnahme eines Ebola-Patienten aus Westafrika vor. Es handelt sich um einen Mitarbeiter einer Hilfsorganisation. Sein Gesundheitszustand ist nach Angaben des hessischen Sozialministeriums aber so schlecht, dass er nicht fliegen kann. Daher ist noch offen, ob und wann der Patient kommt. Er stammt aus einem Land außerhalb Europas; nähere Angaben wurden nicht gemacht. Nach Deutschland war bereits Ende August ein Ebola-Patient ins Uniklinikum Hamburg-Eppendorf gebracht worden.

In den USA erhob der Neffe des erkrankten Liberianers schwere Vorwürfe: Trotz Fiebers und Schmerzen sei sein Onkel vom Krankenhaus abgewiesen worden, sagte er dem Sender NBC. „Ich musste die (zuständige US-Behörde) CDC anrufen, damit etwas passierte. Ich hatte Angst um sein Leben, und er hat nicht die angemessene Hilfe bekommen.“ Von Atlanta aus habe die Behörde dann die Einweisung des 42-Jährigen angewiesen.

Freunde berichteten der „Washington Post“, für den Liberianer sei ein Festessen gegeben worden - dabei sei er mit vielen Menschen in Kontakt gekommen. Offiziell wird von „bis zu 18 Personen“ gesprochen, darunter fünf Kindern im Schulalter. Die Kinder stünden zu Hause unter Beobachtung. Sie würden aber keinerlei Symptome zeigen. Alle anderen Mädchen und Jungen ihrer Schule hätten einen Brief mitbekommen, der die Eltern über die Umstände informiere. Sie sollten auf Symptome achten, Grund zur Sorge gebe es aber nicht.

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

02.10.2014, 18:56 Uhr

Wir können doch alle Ebola-Kranken aufnehmen, Es geht keine Gefahr von den Erkrankten aus, so unsere Experten. Bei der 1. Erkrankung sofort die Todesstrafe für diese Experten, da sie Tote sehen wollen!

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