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21.08.2011

20:43 Uhr

Ausbildungskosten

Schäuble bangt um Milliarden-Ausfälle

Studenten sollen ihre Ausbildungskosten von der Steuer absetzen können, sagt der Bundesfinanzhof. Finanzminister Wolfgang Schäuble will das verhindern.

Studenten sollen ihre Ausbildungskosten von der Steuer absetzen können, sagt der Bundesfinanzhof. Finanzminister Schäuble will das verhindern. Reuters

Studenten sollen ihre Ausbildungskosten von der Steuer absetzen können, sagt der Bundesfinanzhof. Finanzminister Schäuble will das verhindern.

BerlinNach dem Urteil des Bundesfinanzhofes zur Absetzbarkeit von Ausbildungskosten will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble das Einkommensteuergesetz ändern. Nötig sei eine klare Regelung, ohne die eine Abgrenzung von den anrechenbaren Kosten sehr schwierig sei, sagte der CDU-Politiker der „Welt am Sonntag“. „Wir brauchen eine klare Linie. Als ich Steuerrecht gelernt habe, war klar, dass die Erstausbildung nicht als Werbungskosten oder Sonderausgabe anerkannt wird.“

Das Finanzministerium will nach den Worten Schäubles einen sogenannten Nichtanwendungserlass vermeiden. Damit könnte das Ministerium die Finanzämter anweisen, das Urteil des höchsten deutschen Finanzgerichts - außer für die Kläger - zu ignorieren. Das Gericht hatte der Praxis widersprochen, wonach die Kosten für die Erstausbildung oder ein Erststudium nicht mit späteren Steuerzahlungen verrechnet

werden können. Einem „Spiegel“-Bericht zufolge rechnet das Bundesfinanzministerium mit Steuerausfällen von rund einer Milliarde Euro. Wie das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Ministeriumskreise weiter berichtete, soll die Anwendung der Urteile zwar nicht mit dem Erlass unterbunden werden. Der Richterspruch solle von den Behörden aber sehr restriktiv ausgelegt werden, um den Schaden für die öffentlichen Kassen in engen Grenzen zu halten.

Von

dpa

Kommentare (15)

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Pendler

21.08.2011, 20:56 Uhr

oje, was läßt dieser Schäube sich denn da wieder einfallen??

Kahlschlag an unserer Generation.
Steuern an der Bildung einsparen und sie dann an die Dolce-Vita Staaten verpulvern.

Danke Herr Schäube.
als Innenminister haben Sie unsere PC (generell alle) mit Trojanern verseucht, die unterhalb vom Betriebssystem aus ausspionieren und die kein Virenscanner entdecken kann.

Und als Finanzminister verschleudern Sie die Steuern unsere Eltern an die Dolce-Vita Staaten und führen einen Kahlschlag an den Bildungsausgaben durch.

"Nach mir die Sinnflut", danke Herr Schäuble

VerratanunserenKindern

21.08.2011, 20:59 Uhr

Ganz klar, die Steuerflüchtlinge lässt er ungeschoren und den Azubis gönnt er etwas Starkapital nicht.

So etwas nenne ich Verrat an der eigenen Jugend! Und dann wundern sich diese Marionetten der Finanzindustrie, dass in Deutschland die Autos brennen!

Eurokosten-fuer-Generationen

21.08.2011, 21:56 Uhr

Die Euroretterei geht auf Kosten der Steuerzahler und Normalbürgern. Auch die Studenten, die für Deutschland Zukunft sind, sollen wegen der Verschuldung der PIIGS leiden.
Damit die Eurofanatiker ihre EUDSSR errichten können, werden die Schulden sozialisiert, die Normalos müssen bluten und französische, luxemburgische, britische, italienische, deutsche, us-amerikanische,... Banken gerettet. Nicht nur die nächste Generation, auch deren Kinder und Kindeskinder zahlen für den Wahnsinns-Euro.
Schäuble geht so weit, wie er kann, eiskalt sondiert er aus, wie weit die Bürger und die Abgeordneten in der eigenen Partei seinen euromythos mittragen werden.

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