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21.01.2014

13:35 Uhr

Ausländische Fachkräfte

Gewerkschaften und Arbeitgeber werben für Zuwanderung

Gewerkschaften und Arbeitgeber sind sich einig: Befürchtungen über massenhafte Zuwanderung in die Sozialsysteme sehen sie kritisch. Ausländische Fachkräfte sind in Deutschland willkommen und dringend benötigt.

Sozialmissbrauch durch Zuwanderer sehen Arbeitgeberverband und Gewerkschaften kritisch: Fachkräfte aus dem Ausland sollen nicht abgeschreckt werden. dpa

Sozialmissbrauch durch Zuwanderer sehen Arbeitgeberverband und Gewerkschaften kritisch: Fachkräfte aus dem Ausland sollen nicht abgeschreckt werden.

BerlinIn einem seltenen gemeinsamen Aufruf haben Gewerkschaften und Arbeitgeber davor gewarnt, ausländische Fachkräfte durch das Schüren von Ressentiments gegen Zuwanderer abzuschrecken. In einer am Dienstag verbreiteten Erklärung sprachen DGB-Chef Michael Sommer und Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer von „übertriebenen Befürchtungen über massenhafte Zuwanderung in die Sozialsysteme“. Damit werde die Chance verpasst, gut qualifizierten Fachkräften zu signalisieren, dass sie in Deutschland willkommen seien und dringend benötigt würden.

Die Spitzen der Sozialpartner schalteten sich damit in die Zuwanderungsdebatte ein. Seit Jahresanfang haben Rumänen und Bulgaren sieben Jahre nach ihrem EU-Beitritt freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Die CSU brachte das Thema eines Sozialmissbrauchs durch Zuwanderer auf, während einige Großstädte bereits seit einem Jahr darüber klagen, dass sich bei ihnen Probleme mit bedürftigen Zuwanderern ballen. Die Bundesregierung hat daher einen Staatssekretärsausschuss eingesetzt, der diesen Problemen nachgehen soll.

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Gut, dass das Wort „Sozialtourismus“ an den Pranger gestellt wird. Es ist fremdenfeindlich und setzt zusammen, was nicht zusammengehört: Spaß und Armut. CSU-Populisten können sich dagegen über die Auszeichnung freuen.

Sommer und Kramer forderten den Bund und die Länder auf, diesen Kommunen gezielt zu helfen. Das Recht, sich in einem anderen Land niederzulassen und eine Beschäftigung aufzunehmen, gehöre zu den Grundwerten der Europäischen Union (EU). Durch den demografischen Wandel sinke langfristig die Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland. Daher sei es gleichermaßen notwendig, Menschen im Inland besser zu qualifizieren wie auch qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland eine Perspektive auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu eröffnen. Bürokratische Hindernisse für Zuwanderung müssten abgebaut werden.

Von

rtr

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

21.01.2014, 14:08 Uhr

Was reitet die Gewerkschaften sich so offensiv gegen ihre eigenen Mitglieder zu verhalten?! Würden sie etwas von Marktwirtschaft verstehen, wüssten sie das auch beim Arbeitsmarkt Angebot und Nachfrage die Einkommen stark beeinflussen. Kein Arbeitnehmer braucht solche Vertreter, denn sie verraten die Interessen ihrer Mitglieder und die bezahlen auch noch dafür. Man kann die Gewerkschaftsmitglieder wegen erwiesener Geistesschwäche nur bemitleiden! Der Flurschaden ist bereits immens, nach Jahrzehnten Umverteilung und Lohndumping. Wollen die Gewerkschaften ab 2018 den gesetzlichen Mindestlohn zum Standardlohn erheben? Wohin wollen diese Volksverräter eigentlich noch mit ihrem asozialen Tun?!
Es würde sich sicherlich lohnen die Gewerkschaftsfunktionäre der oberen Kategorie von ihren Einkommen mal völlig gläsern werden zu lassen!!! Wer weiß welch böse Überraschungen wir erleben müssten?!

Klaus_Sonntag

21.01.2014, 14:37 Uhr

Dass die Arbeitgeber für Zuwanderung (besonders von ausgebildeten, aber preiswerten Kräften) sind, wundert mich nicht.

Aber dass der DGB in die gleiche Kerbe schlägt, schon! Seit wann unterstützt der DGB Lohndumping? Das dürfte nicht im Interesse seiner zahlenden Mitglieder sein...

sons_of_liberty

21.01.2014, 14:42 Uhr

"Jedes dritte Kind im Revier spricht zu Hause kein Deutsch"

http://www.derwesten.de/politik/jedes-dritte-kind-im-revier-spricht-zu-hause-kein-deutsch-id8884799.html

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