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10.10.2014

15:57 Uhr

Ausrüstungsmisere

Bundesregierung sieht Seenotrettung nicht in Gefahr

Laut NDR und „tagesschau.de“ gibt es einen Engpass bei Hubschraubern für Rettungseinsätze in Nord- und Ostsee. Eine effektive Seenotrettung sei demnach nicht möglich. Nun hat die Bundesregierung auf die Kritik reagiert.

Laut Regierungsspreche stehe ein Marine-Hubschrauber des Typs „Seaking“ auf der Nordseeinsel Helgoland zur Verfügung, zwei weitere könnten notfalls vom Stützpunkt im niedersächsischen Nordholz zur Unterstützung angefordert werden. dpa

Laut Regierungsspreche stehe ein Marine-Hubschrauber des Typs „Seaking“ auf der Nordseeinsel Helgoland zur Verfügung, zwei weitere könnten notfalls vom Stützpunkt im niedersächsischen Nordholz zur Unterstützung angefordert werden.

BerlinDie Bundesregierung ist Vorwürfen entgegengetreten, nicht ausreichend Militärhubschrauber für Rettungseinsätze in Nord- und Ostsee bereitzustellen. „Es gibt keinen Engpass“, sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Jens Flosdorff, am Freitag in Berlin. Es stehe ein Marine-Hubschrauber des Typs „Seaking“ auf der Nordseeinsel Helgoland zur Verfügung, zwei weitere könnten notfalls vom Stützpunkt im niedersächsischen Nordholz zur Unterstützung angefordert werden.

Flosdorff wies darauf hin, die von der Marine bei der Seenotrettung eingegangenen Verpflichtungen bezögen sich nicht auf den normalen Rettungsdienst bei Schiffen, sondern auf Flugzeuge, die notwassern müssten. Zwar unterstütze die Bundeswehr auch sonst die Seenotrettung nicht nur mit Hubschraubern, sondern auch mit Flugzeugen und Schiffen, „wenn diese gerade in der Nähe sind“. Hier für eine hinreichende Abdeckung zu sorgen, sei aber in erster Linie Aufgabe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Der NDR sowie das ARD-Portal „tagesschau.de“ hatten zuvor berichtet, aufgrund von Ausrüstungsmängeln stehe derzeit nur ein Hubschrauber in Nordholz für Einsätze zur Seenotrettung zur Verfügung. Die Hubschrauber-Standorte auf Helgoland sowie in Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern seien dagegen nicht besetzt, hieß es weiter. Ein Sprecher der Marine erklärte demnach, sollte sich die „Materiallage entspannen, kann auch durch die Nutzung dieser Außenstellen der SAR-Dienst intensiviert werden“.

Flosdorff sprach allerdings in Zusammenhang mit dem Bericht später von einem Missverständnis. Er wies darauf hin, auch in der Vergangenheit seien nicht mehr als zwei bis drei einsatzbereite Hubschrauber von der Marine bereitgestellt worden. „Das ist das ganz normale Set“, sagte Flosdorff.

SAR ist die Abkürzung für „Search and Rescue“ (Suchen und Retten). Sie bezeichnet Einheiten und Strukturen für Hilfs-, Bergungs- und Sucheinsätze. In der Vergangenheit hatte es wiederholt Berichte gegeben, wonach aufgrund technischer Probleme nur ein kleiner Teil der deutschen Marinehubschrauber einsatzbereit ist. Dies wurde von der Bundeswehr auch im Grundsatz bestätigt.

Die DGzRS betreibt eine eigene Flotte von Spezial-Rettungsschiffen. Darüber hinaus stehen für Rettungs- und Bergungseinsätze neben den Marine-Hubschraubern auch zivile und firmeneigene Rettungshubschrauber bereit, auf die im Notfall meist vorrangig zugegriffen wird.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) sieht den Berichten von NDR und „tagesschau.de“ zufolge wegen der Hubschrauber-Probleme bei der Marine kein akutes Risiko. Es bestehe keine Gefahr, dass Seeleuten im Notfall nicht geholfen werde, sagte dessen Chef Ralf Nagel. Er betonte allerdings, dass die Gewährleistung rechtzeitiger professioneller Nothilfe auf See nach Auffassung der Branchenvereinigung generell eine „Aufgabe der staatlichen Daseinsfürsorge“ sei.

Von

afp

Kommentare (2)

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Herr Woifi Fischer

10.10.2014, 16:57 Uhr

Bundesregierung sieht Seenotrettung nicht in Gefahr.

Ist der Bundesregierung bekannt wie viele dieser Hubschrauber jetzt sofort einsatzfähig sind?

Es ist doch eine Unverschämtheit, so eine Aussage zumachen, ohne zu wissen ob alle einsatzfähig sind.

Herr Wolfgang Trantow

10.10.2014, 20:36 Uhr

Seit wann setzen sich Deutsche Politiker für Deutsche ein?

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