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02.05.2012

04:45 Uhr

Ausschreitungen

Mai-Demonstration nach Gewalt aufgelöst

In Berlin und Hamburg ist es am Rande einzelner Mai-Proteste zu Ausschreitungen gegen Polizisten und Banken gekommen. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Proteste aber ruhig verlaufen.

Demonstranten werfen am Dienstag in Berlin im Stadtteil Kreuzberg mit Steinen. dpa

Demonstranten werfen am Dienstag in Berlin im Stadtteil Kreuzberg mit Steinen.

Berlin/HamburgDer 1. Mai ist in Berlin und Hamburg auch in diesem Jahr mit Krawallen und Gewalt geendet. In beiden Städten bewarfen Demonstranten die Polizei am Dienstagabend mit Steinen, Flaschen und Böllern. Mehrere Beamte wurden verletzt. Die sogenannte Revolutionäre 1. Mai-Demonstration in der Hauptstadt mit mehr als 10 000 Teilnehmern wurde nach knapp zwei Stunden vorzeitig aufgelöst, nachdem es vor dem Jüdischen Museum in Kreuzberg zu Ausschreitungen gekommen war.

Innensenator Frank Henkel (CDU) und Polizeipräsidentin Margarete Koppers wollten am Mittwoch auf einer Pressekonferenz um 14.00 Uhr eine Bilanz vorlegen. Beide trugen das erste Mal politische Verantwortung für den Polizeieinsatz. Henkel zeigte sich bereits „überwiegend zufrieden“ und verurteilte die Ausschreitungen. Einige Demonstranten hätten von Beginn an eine aggressive Stimmung aufgebaut. Die Polizei habe „sehr, sehr professionell gearbeitet“, zitierte der „Tagesspiegel“ den Senator.

Die Polizei in Berlin war mit einem Großaufgebot von rund 7000 Beamten im Einsatz, darunter waren viele Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern sowie Bundespolizisten. Bis zum Abend hatten die Menschen in Berlin weitgehend friedlich demonstriert und gefeiert.

Insgesamt gesehen haben Berlin und Hamburg anders als in früheren Jahren einen vergleichsweise ruhigen 1. Mai ohne massive Krawalle erlebt. Zwar gab es schon in der Walpurgisnacht in beiden Großstädten vereinzelt gewalttätige Ausschreitungen zumeist linker Gruppierungen. Und auch bei den traditionellen sogenannten revolutionären Kundgebungen zum 1. Mai flogen am Dienstagabend Steine, Flaschen und Knallkörper gegen Beamte und Gebäude. Insgesamt blieb es jedoch relativ friedlich. In beiden Städten war die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz.

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In Berlin-Kreuzberg kam es am Dienstagabend schon kurz nach dem Start der Demonstration mit dem Motto „Der Druck steigt - für die soziale Revolution“ zu gewalttätigen Ausschreitungen. Demonstranten attackierten Polizeibeamte mit Steinen. Steine und Flaschen flogen auch gegen eine Bankfiliale. Scheiben splitterten. Eine Tankstelle wurde ebenfalls attackiert. Mülltonnen brannten, Knallkörper und Rauchbomben wurden gezündet. Polizisten, die mit einem massiven Aufgebot den Zug eskortieren, zogen sich kurzzeitig hinter einen Lastwagen zurück. Immer wieder rannten Teilnehmer aus dem schwarzen Block an der Spitze des Zuges auf Polizisten zu, schubsten und bedrängten Beamte und zogen sich dann wieder zurück.

Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf rund 10.000. Sie selbst war mit rund 7000 Beamten war im Einsatz.

Ähnliche Szenen spielten sich zur selben Zeit auch in Hamburg ab. Bei der Schlusskundgebung der revolutionären 1. Mai-Demonstration, die unter dem Motto „Keine Alternative zur Revolution!“ stand, warfen Teilnehmer Flaschen, Böller und Steine auf Beamte. Zwei Polizisten wurden verletzt, wie eine Sprecherin berichtete. Einige Demonstranten waren vermummt. Rund 1400 Teilnehmer waren zuvor von den St. Pauli-Landungsbrücken über die Reeperbahn in den Stadtteil Ottensen gezogen. Schon dabei warfen einige Demonstranten Böller auf die Einsatzkräfte und zündeten bengalische Feuer.

Kommentare (3)

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Beim_Zeus

01.05.2012, 23:53 Uhr

So ein Volk!! Zerstören ihr eigenes Land! Die haben mit der westlichen Zivilisation nichts gemein, diese Deutschen!! Vandalieren und können selbst nichts konstruktives beitragen. Wir sollten sie ausschließen aus der europäischen Staatengemeinschaft!

Das von einem Griechen - etwas sarkastisch - um allen Hirsen in diesem Forum mal die Gegenseite und Stirn zu zeigen. Das ist genau der links- und rechtsradikale Mopp der auf dem Syntagma-Platz die Chance wettert gegen den organisierten demokratischen Staat Krieg zu führen! Das, an alle undiferrenzierenden Bild und HB Leser in der BRD!

Account gelöscht!

02.05.2012, 03:40 Uhr

Beim Teutates!

Das saß, Gratulation!

Aber, mal ehrlich, die Dummen, die tatsächlich genau wissen wer DIE GRIECHEN sind, ohne je einen ausserhalb einer Eckkneipe gesehen zu haben, werden nie aussterben.

Solidarische Grüße!

pseudo

02.05.2012, 06:34 Uhr

Wo leben Sie denn? In Fantasialand? Noch nie ein Geschichtsbuch in der hand gehabt? Was Sie hier als unter aller Zivilisation beschreiben, das gehört zur normalen Bandbreite menschlichen Vehaltens, ob Ihnen das recht ist oder nicht. Pseudoarroganz hat oft etwas dümmliches.

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