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01.08.2012

02:44 Uhr

Ausweitung

Lkw-Maut gilt auch auf großen Bundesstraßen

Schwere Lastwagen müssen nun auch auf zahlreichen gut ausgebauten Bundesstraßen in Deutschland Maut zahlen. Der Bund erwartet dadurch Mehreinnahmen von 100 Millionen Euro im Jahr.

Nun auch Bundesstraßen

Ramsauer weiht Maut-System ein

Nun auch Bundesstraßen: Ramsauer weiht Maut-System ein

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BerlinSchwere Lastwagen müssen nun auch auf zahlreichen gut ausgebauten Bundesstraßen in Deutschland Maut zahlen. Rund sieben Jahre nach der Einführung auf Autobahnen gilt die Gebührenpflicht seit Mitternacht zusätzlich auf gut 1100 Kilometern Bundesstraße. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sprach beim symbolischen Start am frühen Mittwochmorgen in Berlin von einem „zwar kleinen, aber unverzichtbaren Schritt“, um die Finanzierung des Straßenbaus zu verbessern. Der Bund erwartetet Mehreinnahmen von 100 Millionen Euro im Jahr. Zu Forderungen nach einer noch stärkeren Ausdehnung der Lkw- Maut auf weitere Straßen äußerte sich Ramsauer zurückhaltend.

Die Maut von durchschnittlich 17 Cent je Kilometer wird nun auch auf 84 Bundesstraßen-Abschnitten berechnet, die direkt an Autobahnen anschließen und zwei Fahrspuren pro Richtung haben. Zahlen müssen sie in- und ausländische Lastwagen ab zwölf Tonnen Gesamtgewicht. Auf den 13 000 Kilometer langen Autobahnen bringt die Lkw-Maut bereits rund 4,5 Milliarden Euro im Jahr in den Bundeshaushalt.

Ramsauer betonte, dass die Mehreinnahmen direkt in Erhalt und Modernisierung von Straßen investiert würden. „Jeder, der jetzt zusätzlich diese Lkw-Maut bezahlt, hat unmittelbar einen Nutzen davon, dass er über bessere Straßen fahren kann.“ Er trat Bedenken entgegen, dass Lastwagen wegen der Maut-Ausweitung auf kostenlose Straßen in kleinere Orte ausweichen könnten.

Zu Rufen von Umwelt- und Verkehrsverbänden, die Lkw-Maut auf das gesamte, knapp 40 000 Kilometer lange Bundesstraßen-Netz oder sogar alle Straßen auszudehnen, sagte der Minister: „Bei der Komplexität und auch bei der technischen Schwierigkeit, mit der wir es hier zu tun haben, bin ich sehr dafür, auf solidem Fundament sich Stück für Stück voranzubewegen.“ Eine Einbeziehung leichterer Lkw in die Maut schloss Ramsauer aus. „Die Gewichtsklasse ab zwölf Tonnen bleibt so.“

Von

dpa

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

01.08.2012, 06:58 Uhr

Es ist eine LÜGE, daß die zusätzlichen Einnahmen in den Straßenbau flössen. Der Staatshaushalt ist von seinem Wesen her stets ein Gesamttopf, in dem Einnahmen und Ausgaben stattfinden, die ihrerseits durch Gesetze bestimmt werden. Deutschland hat aber gerade Hunderte von Milliarden künftiger Einnahmen verschenkt, indem es ohne Not und Gegenleistung einem Transfer zugunsten des Auslands zugestimmt hat. Das ist nur mit den für Deutschland ruinösen Reparationszahlungen aus dem Versailler Vertrag zu vergleichen.

Ein großer Teil der Bevölkerung ist inzwischen in politische Apathie verfallen, oder sieht die Berliner Politik als verbrecherisch. Die permanente Verbreitung der Unwahrheit wird das zerstörte Vertrauen nicht wiederherstellen.

SlingShot

01.08.2012, 07:01 Uhr

laecherlicher Betrag von 100 Millionen. Hunderte von Milliarden wollen die deutschen Politiker an die PFIGS verschenken.

Account gelöscht!

01.08.2012, 07:19 Uhr

"Der Bund erwartetet Mehreinnahmen von 100 Millionen Euro im Jahr. Zu Forderungen nach einer noch stärkeren Ausdehnung der Lkw- Maut auf weitere Straßen äußerte sich Ramsauer zurückhaltend."

100 Millionen, die man mal wieder dem Bürger aus der Tasche zieht, denn das die Mautkosten umgelegt werden, sollte jedem klar sein.

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