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27.12.2012

12:41 Uhr

Auszeichnung

Aigner ist „Dinosaurier des Jahres“

Der NABU bemängelt, die Agrarministerin betreibe eine „rückwärtsgewandte Klientelpolitik“. Das Ministerium nimmt es offenbar gelassen und kontert: Von ihm bekommt der Verband die „blinde Nuss des Jahres“.

Wurde vom Naturschutzbund Deutschland zum „Dinosaurier des Jahres“ gekürt: Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU). dapd

Wurde vom Naturschutzbund Deutschland zum „Dinosaurier des Jahres“ gekürt: Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU).

BerlinBundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) ist vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) zum „Dinosaurier des Jahres“ 2012 gekürt worden. Aigner erhalte den Negativpreis für ihre „rückwärtsgewandte Klientelpolitik“, die den Prinzipien einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Politikgestaltung widerspreche, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke am Donnerstag in Berlin. „Dies betrifft insbesondere ihr Festhalten an einer umweltschädlichen Agrarpolitik und ihr enttäuschendes Engagement für ein besseres Tierschutzgesetz.“ Hinzu kämen ihre Blockade bei der Neugestaltung eines umweltverträglicheren Jagdrechts sowie ihr fehlender Einsatz für eine nachhaltigere Fischereipolitik.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies die Kritik zurück. „Der NABU setzt auf billige PR-Gags und verschließt die Augen vor der Wirklichkeit“, betonte ein Ministeriumssprecher. Deshalb gehe die „blinde Nuss des Jahres“ an den Verband.

Deutschland habe die Modernisierung der Landwirtschaft entschlossen vorangetrieben und setze auf regional einheitliche Hektarprämien. Damit werde nicht länger die Produktion, sondern die nachhaltige Bewirtschaftung der Fläche bezuschusst. Weiter erläuterte der Sprecher, das Agrarministerium setze sich vehement dafür ein, die Fischbestände in den Weltmeeren als eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit auch für kommende Generationen zu erhalten.

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Aigner ist seit 2008 Bundesagrarministerin. Sie wird auf eigenen Wunsch zum Ende der Legislaturperiode aus dem Bundeskabinett ausscheiden. Die CSU-Politikerin strebt bei der Bayern-Wahl im September 2013 ein Mandat im Landtag an.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte die 47-Jährige in der Zeitung „Die Welt“ zuvor als die Nachfolgerin für den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Horst Seehofer ins Spiel gebracht. „Sie hätte hervorragende Voraussetzungen für das Amt der Parteivorsitzenden und Ministerpräsidentin“, sagte Ramsauer. Aigner bringe alles mit, „was man sich an Anforderungen für das Aufgabenprofil vorstellt“.

Von

dapd

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

27.12.2012, 14:30 Uhr

Frau Aigner setzt nur eine lange Tradition der Versager im Landwirtschaftsministerium fort. Dort wurde zu jeder Zeit Klientelpolitik für die Großbauern betrieben. Zu diesem Thema gibt es ein interessantes Buch, das der deutsche Verbraucher lesen sollte. In großen Bereichen seines wöchentlichen Einkaufs würde ihm der Appetit gründlich vergehen. Der Titel lautet »Tödliche Ernte«, erschienen im Econ-Verlag, ISBN 978-3-430-20125-4.

Thomas

27.12.2012, 16:31 Uhr

Ich hätte da auch noch einen Preis zu vergeben.

Den NATURZERTRÜMMERER des Jahres 2012.

Er geht an die bundesregierung die EU und dem WWF.
Warum man lese dazu das SCHWARTZBUCH WWF
Amazon
http://tinyurl.com/btwoa2n

Account gelöscht!

23.01.2013, 08:18 Uhr

Es ist schon traurig, was sich die FDJ Kanzlerin für Minister antut.
Entweder hat die Kanzlerin keine Ahnung, was von den jeweiligen Ministern erwartet wird? Oder es ist ein System dahinter, wie konnte Ilse Aigner überhaupt Ministerin werden?
Bei diesem Lebenslauf,
Nach der Mittleren Reife 1981 in Bad Aibling absolvierte Aigner bis 1985 eine betriebliche Ausbildung zur Radio- und Fernsehtechnikerin und arbeitete danach im elterlichen Elektrohandwerksbetrieb.
Von 1988 bis 1990 besuchte sie eine Fachschule, die sie als staatlich geprüfte Technikerin für Elektrotechnik beendete.
Anschließend war sie bis 1994 bei der Eurocopter Group in der Entwicklung von Systemelektrik für Hubschrauber tätig.
Aigner ist katholisch. Sie ist ledig und kinderlos.
Nun will sie der Bairische Ministerpräsident Seehofer, als Nachfolgerin als Ministerpräsidentin aufbauen, was für ein Witz.
Als Ministerin in Berlin, nicht gepunktet, wenn ich so zurückdenke, hat sie auf allen Politischen Ebenen kein Ruhmesblatt errungen.
Ich bitte die CSU-Granden, diesen Vorstoß des Ministerpräsidenten Horst Seehofer nochmals zu überdenken.
Wir haben schon genug unfähige Politiker in der BRD.
Alternativlos

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