Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.07.2012

20:48 Uhr

Auszeichnung

Transatlantiker zeichnen Helmut Schmidt aus

Kanzlerin Merkel lobte den SPD-Politiker in ihrer Festrede. Der gibt das Lob zurück: Merkel beweise „bemerkenswertes taktisches Geschick“. Die Atlantik-Brücke feiert ihr 60-jähriges Jubiläum.

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt. dpa

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt.

BerlinAlt-Kanzler Helmut Schmidt ist für sein Engagement in den deutsch-amerikanischen Beziehungen mit dem Eric-M.-Warburg-Preis des Vereins Atlantik-Brücke ausgezeichnet worden. Der SPD-Politiker erhielt den Preis am Montag in Berlin im Rahmen eines Festaktes anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Organisation, die sich um das Verhältnis zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten kümmert. Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel würdigte in ihrer Festrede, Schmidt habe die Partnerschaft "immer wieder belebt und auch gelebt".

Schmidt dankte mit den Worten, er habe den Preis gerne entgegen genommen. Die Auszeichnung rufe in ihm viele Erinnerungen wach. Ohne die Tatkraft der USA hätte es die heutige Europäische Union nicht gegeben, erklärte der Alt-Kanzler, der ausdrücklich Amtsinhaberin Merkel lobte. Diese beweise in den aktuellen Verhandlungen rund um die Euro-Krise ein "bemerkenswertes taktisches Geschick".

Mit Blick auf die Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Fiskalpakt und den Rettungsschirm ESM wies Schmidt diejenigen Kritiker in die Schranken, die mehr Mitspracherecht fordern. Von einem "Vorrang des deutschen Interesses" sei im Grundgesetz keine Rede, erklärte er.

Als Vorsitzender der Atlantik-Brücke erklärte Friedrich Merz, Schmidt habe die Geschichte der deutsch-amerikanischen Freundschaft entscheidend mitgeprägt. Der SPD-Politiker habe sich auch in schwierigen Zeiten eingesetzt und sei dabei nie um ein offenes Wort verlegen gewesen.

Die Annahme des Preises durch Schmidt sei eine "Sternstunde für die Atlantik-Brücke".Transatlantiker zeichnen Alt-Kanzler Schmidt aus Merkel hob die Bedeutung der Organisation für die Beziehungen beider Länder hervor. Aus der Ferne gratulierte auch US-Außenministerin Hillary Clinton. Der Verein habe mit seinen Aktivitäten dazu beigetragen, die USA und Europa einander näher zu bringen, würdigte sie in einem Grußwort.

Mit dem nach dem Deutsch-Amerikaner und Mitbegründer Eric M. Warburg benannten Preis ehrt die Organisation verdiente Persönlichkeiten. Kanzlerin Merkel gehört zu den Preisträgern, ebenso Alt-Kanzler Helmut Kohl.

Von

dapd

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

CochmaSapientia

02.07.2012, 21:06 Uhr

Kein Kommentar ist auch ein Kommentar.

Brueckenbomber

02.07.2012, 21:15 Uhr

Nach den Bilderbergern und Bruderschaften ein weiterer „Eliten“verein, wo man gerne unter sich bleibt!

Brueckenbomber

02.07.2012, 21:21 Uhr

[+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×