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24.05.2011

19:22 Uhr

Autobauer

Chrysler zahlt Staatshilfen zurück

2009 hatten die USA und Kanada Chrysler mit Milliardenspritzen vor der Pleite bewahrt, nun hat der US-Autobauer seine Schulden abbezahlt. Ein Börsengang scheint nun umso attraktiver.

Obama bei einem Besuch im Chrysler-Werk Kokomo 2010. Der Autobauer hat nun alle Staatshilfen zurückgezahlt. Quelle: dapd

Obama bei einem Besuch im Chrysler-Werk Kokomo 2010. Der Autobauer hat nun alle Staatshilfen zurückgezahlt.

Detroit Der US-Autobauer Chrysler hat seine Staatshilfen vollständig zurückgezahlt. Der Konzern habe an das US-Finanzministerium 5,9 Milliarden Dollar überwiesen und an die kanadische Regierung 1,7 Milliarden Dollar, teilte Chrysler am Dienstag mit. Die beiden Länder hatten dem inzwischen zu Fiat gehörenden Autobauer mit den Hilfen 2009 vor der Pleite bewahrt.

Chrysler hatte sich in der vergangenen Woche neue Darlehen in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar gesichert. Zusammen mit 1,3 Milliarden Dollar von Fiat wurden die Darlehen vor allem für die Rückzahlung von Schulden verwendet.

Durch die Rückzahlung will Chrysler will nach Angaben von Großaktionär Fiat 300 Millionen Dollar jährlich an Zinsen sparen. Der Schritt erlaube es Fiat zudem, den Anteil an Chrysler auf 46 Prozent zu erhöhen, sagte der gemeinsame Konzernchef Sergio Marchionne am Montag bei einem Besuch in der Nähe von Detroit.

Die engere Bindung an Fiat macht Chrysler Banken und Investoren zufolge bei einem Börsengang attraktiver. Das IPO könnte in diesem oder kommenden Jahr erfolgen. Derzeit besitzt Fiat 30 Prozent der Chrysler-Anteile. Nach Marchionnes Worten könnte der Anteil nach einiger Zeit auf 76 Prozent steigen.

Von

rtr

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