Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2011

16:33 Uhr

BA-Chef Weise

Brauchen 200.000 Zuwanderer im Jahr

Nach Prognosen der Bundesagentur für Arbeit braucht Deutschland 200.000 Einwanderer pro Jahr, sonst würde die Wirtschaft gebremst. BA-Chef Weise will aber auch das Potential der Deutschen aktivieren.

Laut BA-Chef Weise braucht Deutschland 200.000 Zuwanderer pro Jahr. Quelle: dpa

Laut BA-Chef Weise braucht Deutschland 200.000 Zuwanderer pro Jahr.

NürnbergWegen des Bevölkerungsschwunds ist die deutsche Wirtschaft nach Prognosen der Bundesagentur für Arbeit (BA) künftig massiv auf ausländische Zuwanderer angewiesen. Bis zum Jahr 2025 würden in Deutschland 6,5 Millionen Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter leben, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise laut BA-Mitteilung vom Freitag. „Wenn man das berücksichtigt, brauchen wir 200.000 Zuwanderer pro Jahr, wobei in dieser Zahl die Familienangehörigen mit eingerechnet sind.“ Trotzdem wolle die BA das inländische Potenzial aktivieren. Das aber allein reiche nicht aus, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, betonte er.

Die Argumente von Politikern, ausländische Arbeitskräfte könnten Arbeitslosen in Deutschland den Job wegnehmen, bezeichnet Weise als falsch. „Die Kräfte, die wir aus dem Ausland holen, finden wir in Deutschland nicht“, sagte er. „Und wir können nicht jede am Markt gefragte Qualifikation herbeischulen. Nicht jeder ist zum Ingenieur geeignet.“ Zudem schaffe jeder qualifizierte Arbeitsplatz mindestens einen weiteren Job für weniger Qualifizierte, sagte Weise. Sollten hingegen Fachkräfte fehlen, würde die Wirtschaft in ihrer Entwicklung gebremst. Firmen würden ins Ausland gehen oder zumindest Teile der Produktion oder Entwicklung dorthin verlegen, gab der BA-Chef zu bedenken.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Hartmut.Rast

29.07.2011, 18:18 Uhr

Immer wieder diese alten Parolen. In Deutschland werden Jahr für Jahr tausende von Ingenieuren und Fachkräften für viel Geld der Steuerzahler ausgebildet. Anstatt diese Menschen dann wieder in Ihre Heimatländer zurückkehren zu lassen, sollte man über Anreize nachdenken um dieses Potential im Inland zu halten.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat mit seiner Green Card-Initative qualitativ nichts zur Verbesserung der Arbeitsmarktituation erreicht. So kann ich die jüngsten Äußerungen wieder einmal nur als reines Wunschdenken einer politischen Klasse abtun, die völlig konzeptionslos in die Zukunft schlittert und vehement an alten Zöpfen festhält anstatt die Weichen jetzt neu zu stellen.

Sobald die einkommensstarken, geburtenreichen Jahrgänge von sozialversicherungspflichtigen Beitragszahlern zu den Beziehern von Renten und Pensionen wechseln, kollabiert das deutsche Sozialsystem das jetzt bereits nur noch über eine Netto-Neuverschuldung aufrecht erhalten werden kann.

Nachwuchs

29.07.2011, 18:59 Uhr

Wir brauchen nicht mehr Einwanderer, sondern Menschen die sich in Deutschland wohlfühlen und sich Deutschland verbunden fühlen. Dazu gehört sie können auf eigenen Wunsch Deutsch und fügen sich in die Deutsche Gesellschaft. Also keine ungebildeten Islamisten und Afrikaner, die nur unser Land und unsere Sozialsysteme zerstören wollen. Kein Freibrief für Kriminelle und Schmarotzer, wie von den meisten Grünen gewünscht.

Account gelöscht!

29.07.2011, 19:20 Uhr

Es vergehen keine 6 Monate, daß sich nicht ein Verbandsvertreter, ein bezahlter Wirtschaftswissenschaftler oder ein Arbeitgebervertreter zu diesem Thema ausläßt.
Zuwanderer ja, aber bitte mit ganz niedrigem Jahreseinkommen.
Da hatten wir die unterbesetzte Pflegebranche, die ihre Mitarbeiter jede Menge unbezahlte Überstunden hat arbeiten lassen. Die Patientenzahl wurde pro Mitarbeiter andauernd erhöht und wenn mann was sagte:
Draußen stehen 10 Leute, die deinen Job wollen.
So hat man tausende vergretzt und nichts dazugelernt. Dann hoffte man auf die Öffnung gen Osten wegen billiger Arbeitskräfte aber Pustekuchen. Solche Umgangsformen sprechen sich im globalisiertem Arbeitsmarkt eben auch herum.
Also, das Problem ist hausgemacht!
Dann fehlten Ingenieure. Es hieß: Die Wirtschaft braucht schneller ausgebildete Ingenieure.
So gab es den Bachelor.
Beim Einstellungsgespräch sah dann alles ganz anders aus:
Ein Bachelor ist ja eigentlich kein richtiger Ing. und kann auch nur so bezahlt werden.
So, so, sagte der Bachelor, dann mache ich eben noch meinen Master und war vom Arbeitsmarkt verschwunden.
Also, das Problem ist auch hausgemacht!
So, jetzt sagt BA-Chef Weise. Wir brauchen 200.000 Zuwanderer,sonst wird die Wirtschaft gebremst. Außerdem will er das Potential der Deutschen aktivieren.
Warum erst jetzt aktivieren????
Ob ihm eigentlich klar ist, was er sich und seinen Dienststellen somit öffentlich und offiziell attestiert hat?
DIE UNFÄHIGKEIT SEINER INSTITUTION
Wichtiger wäre es die Arbeitslosen, die 1€ Jobber und die Zeitverträge in feste Arbeitsverhältnisse zu überführen, wovon man dann auch leben kann. Die Leiharbeiter sollte er auch nicht vergessen. Das wäre eine Aufgabe für die BA und seinen Chef.
Wenn man es denn will?
Für wie dämlich hält man eigentlich die HB Leser.

Schönen Tag noch.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×