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12.10.2013

04:26 Uhr

BA-Experte Möller

Getrennter Mindestlohn in Ost und West

Da die Wertschöpfung in Ostdeutschland geringer sei, empfiehlt der Experte der Bundesagentur für Arbeit einen verschiedenen Mindestlohn in Ost und West. Jugendliche ohne Ausbildung sollten ganz ausgeschlossen werden.

Ein Experte der Bundesagentur für Arbeit hält einen unterschiedlichen Mindestlohn in Ost und West für angebracht. dpa

Ein Experte der Bundesagentur für Arbeit hält einen unterschiedlichen Mindestlohn in Ost und West für angebracht.

Frankfurt/MainDas Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) plädiert dafür, in Ost- und Westdeutschland unterschiedliche Mindestlohn-Stundensätze festzulegen. „Der Mindestlohn wird kommen“, sagte Instituts-Direktor Joachim Möller der „Frankfurter Rundschau“ (Samstag). Den von SPD und Grünen geforderten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde könne man in Westdeutschland gerade noch vertreten. „Für Ostdeutschland halte ich diesen Satz für zu hoch“, so der Chef des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Viele Bürger in Ostdeutschland würden ein unterschiedliches Niveau als ungerecht empfinden, räumte Möller ein. Im Osten sei jedoch die Wertschöpfung pro Kopf deutlich niedriger als im Westen. „Deswegen muss der Mindestlohn dort niedriger sein, damit er keine Jobs vernichtet.“ In der Zeitarbeit betrage der Mindestlohn für Ostdeutschland 7,50 Euro pro Stunde. „Das ist eine gute Orientierungsmarke, weil Leiharbeiter in nahezu allen Branchen tätig sind“, sagte Möller.

Er regte an, dass der Mindestlohn nicht für Jugendliche ohne Ausbildung gilt. „Wir sollten junge Menschen nicht ermuntern, nach der Schule gleich einen Job anzunehmen statt eine Ausbildung zu absolvieren.“

Von

dpa

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

12.10.2013, 08:06 Uhr

Solche "Klugscheisserle" sollten mal mit ca. 950,00 Euro,
netto im Monat in einer Stadt wie Jena, Leipzig oder Dresden leben.
Der "Weise" verwechselt sicher sein 2-Tageseinkommen mit dem
Monatseinkommen. - Schande -

ReMaBob

12.10.2013, 08:14 Uhr

Diese sogenannten Experten sollen für diesen Mindestlohn ein Jahr arbeiten.In unserem Land ist die ehemalige Grenze in den Köpfen der Experten immer noch vorhanden.
Für diese Leute sind wir 1989 nicht auf die Straße gegangen.

hundesohn

12.10.2013, 08:31 Uhr

Dann bauen wir doch die DDR und BRD 1989 wieder: auf! AUFGEHTs. Das nennt man Aufbauarbeit. Zurück zu menschlicheren Lebensbedingungen, wo Leistung noch lohnte, respektiert und honoriert (!!!) wurde.
Möller kann ja erst einmal 500 Asylbewerber bei sich aufnehmen, versorgen, alle zwei Wochen ihnen die Bettwäsche wechseln, selbst in die Waschmaschine stecken, auch selbst bügeln, Fressi herrichten aber nicht mit Monsanto-Maiskugeln außer er will sie in sich selbst aufbröseln sehen! Schönen Samstag, Bier-auf!

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