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02.04.2011

15:47 Uhr

Baden-Württemberg

Hundt warnt vor Abwanderung der Unternehmen

VonBarbara Gillmann, Martin-W. Buchenau

ExklusivWenn grün-rote Politik in Baden-Württemberg den Strompreis hochtreibt, könnten Unternehmen aus dem Bundesland abwandern, warnt der schwäbische Unternehmer und BDA-Präsident Dieter Hundt im Interview mit dem Handelsblatt.

Der schwäbische Unternehmer und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt befürchtet Unternehmensabwanderungen aus seinem Bundesland. Quelle: dpa

Der schwäbische Unternehmer und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt befürchtet Unternehmensabwanderungen aus seinem Bundesland.

Stuttgart„Wenn die Energiepreise zum Standortnachteil werden, werden schwäbische und badische Unternehmen gezwungen, ihre Produktion in andere Bundesländer zu verlagern.“, sagte Hundt, gleichzeitig Präsident der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände und BDA-Präsident. Das sei keine Drohung, sondern zwangsläufig. Schon um wenige Prozente höhere Strompreise seien dramatisch.

Dennoch ist Hundt überzeugt, dass es zu einem Konsens über die künftige Energiepolitik kommen werde. „Ein Grundkonsens über eine neue Energiepolitik im Land ist möglich. Niemand wird hier eine Politik verantworten, die dazu führt, dass die Lichter ausgehen“, betonte Hundt. Niemand könne von heute auf morgen umsteuern. Es sei aber gut, dass jetzt wieder diskutiert werde. „Erneuerbare Energien bieten große Chancen“, räumte Hundt ein.

Nicht nur wegen der Energiepolitik richten sich derzeit die Augen auf nach dem grün-roten Wahlsieg auf Baden Württemberg. Mit Winfried Kretschmann wird im Mai erstmals ein Grüner Ministerpräsident. Hundt zeigt damit keine Probleme: „Herr Kretschmann ist ein rechtschaffener, verlässlicher, gradliniger Mann“, sagte Hundt. Seine Parteifreunde hingegen könne er weniger gut einschätzen.

SPD-Kandidat Nils Schmid bezeichnete der Unternehmer als „respektablen Finanzpolitiker“. Der Arbeitgeberpräsident geht fest davon aus, dass die grün-rote Landesregierung die gesamte Legislaturperiode schafft. Selbst wenn die Koalition nach fünf Jahren abgewählt würde, könnten in dieser Zeit aber langfristig falsche Weichen gestellt werden.

Kommentare (23)

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Morchel

02.04.2011, 16:26 Uhr

erst gehen die facharbeiter, arbeit muss sich wieder lohnen, dann kommen die firmen nach was ist los herr kannengiesser, reden sie mal mit der merkel.Jetz kommen doch die Polen zum 1. Maiund die Deutschen stechen spargel tomaten und andere früchte. eine lachnummer.wenns der lmmmmmentierer nicht hat wer dann ?diese faulen aufstocker.nun adee geht in den iran/lybien hier fehlt ihr nicht es geht weiter.

Flash

02.04.2011, 16:37 Uhr

schon mal 'nen Umzug finanziert????

so ne Lachnummer, da zieht keiner Weg

Island

02.04.2011, 17:18 Uhr

Herr Hundt ist ein erfolgloser Unternehmer, durch seine eigene Firmenpolitik verliert dieser Mensch Facharbeiter und bildet zuwenig aus!

Neue Technologien und Herausforderungen sind diesen Menschen suspekt. Die Forderungen seines Verbandes sind Rückwärtsgerichtet.

Formulierungen wie „Facharbeitermangel“ kennen wir noch aus den 30ern. Die Sozialpartnerschaft hat dieser Mensch aufgekündigt.

Der Energiepreis ist bereits ein Standortfaktor, wir haben schon Arbeitsplätze verloren!

Wenn Herr Hundt einen Atlas verwenden würde, könnte ihm eine Erleuchtung widerfahren!

Ein paar Kilometer westlich liegt Elsass-Lothringen, diese sprechen Deutsch (was sonst) sind fleißig und arbeitsam. Diese Menschen bezahlen keinen Solidarbeitrag und es gibt dort „günstigen Atomstrom“ aus Frankreich!

Viele Firmen aus Westdeutschland produzieren schon seit Jahrzehnten!

Es könnte sogar ein Konkurrent von ihn dort Produzieren!


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