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17.07.2015

11:42 Uhr

Bahn-Vorstand für Recht

Gewerkschaft ist gegen Pofalla

Es wäre ein teurer Personalwechsel, wenn Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla neuer Bahn-Vorstand für Recht werden würde, kritisiert die Gewerkschaft EVG. Ein Sparprogramm könne man der Belegschaft damit kaum verkaufen.

Der ehemalige Kanzleramtsminister soll bald in den Bahn-Vorstand aufrücken. dpa

Ronald Pofalla

Der ehemalige Kanzleramtsminister soll bald in den Bahn-Vorstand aufrücken.

BerlinBei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gibt es einem Bericht zufolge Widerstand gegen eine möglich Berufung von Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla in den Vorstand der Deutschen Bahn mit Zuständigkeit für Regeltreue, Datenschutz, Recht und Konzernsicherheit. Diesen Vorstandsposten hat derzeit Gerd Becht inne, dessen Vertrag 2017 ausläuft. Warum solle Becht zwei Jahre früher als geplant in Ruhestand gehen, und das bei vollen Bezügen, zitierte die „Welt“ am Freitag einen Spitzenfunktionär der EVG. Die Frage ist laut Bericht, wie angesichts solch teurer Personalwechsel der Belegschaft ein neues Sparprogramm verkauft werden solle.

Pofalla ist seit Jahresbeginn bei der Deutschen Bahn Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen. Bereits vor dem Antritt dieses Postens war klar, dass er perspektivisch in den Vorstand wechseln soll. Die „Wirtschaftswoche“ hatte berichtet, Pofalla werde bereits zum August in den Vorstand aufrücken und solle den Posten Bechts bekommen.

Bahn-Chef Rüdiger Grube arbeitet derzeit an einem Konzernumbau. Medienberichten zufolge will er den Vorstand verkleinern, voraussichtlich um zwei Mitglieder.

Von

afp

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