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10.06.2011

10:28 Uhr

Bahnhof

Stuttgart 21 wird offenbar weitergebaut

Das umstrittene Projekt Stuttgart 21 wird zunächst wohl doch nicht beendet. Offenbar hat die grün-rote Landesregierung den Baustopp nicht beantragt. Sie sieht sich mit hohen Schadenersatzforderungen konfrontiert.

Ein Demonstrant sitzt bei einer Sitzblockade gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" vor dem Baugelände. Quelle: dapd

Ein Demonstrant sitzt bei einer Sitzblockade gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" vor dem Baugelände.

StuttgartNach monatelangem Hin und Her wird Stuttgart 21 möglicherweise zunächst weitergebaut. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen des Lenkungsausschusses erfahren hat, verzichtete die grün-rote Landesregierung darauf, einen förmlichen Antrag für den Baustopp zu stellen.

Die Regierung habe nur ihre „Erwartung“ geäußert, dass der Baustopp bis zur Veröffentlichung des Stresstests verlängert wird, sagte ein Sprecher der Landesregierung in Stuttgart. „Ein Antrag hätte bedeutet, dass das Land sich an den Kosten hätte beteiligen müssen“, erläuterte er. „Bei einer Forderung hätten wir zahlen müssen.“ Ob jetzt weitergebaut werde, „das liegt bei der Bahn“.

Der Lenkungskreis für das Bahnprojekt Stuttgart 21 ist am Freitagmorgen zu Beratungen über einen längeren Bau- und Vergabestopp zusammengekommen. An dem Treffen in Stuttgart nehmen Bahnchef Rüdiger Grube, Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) und weitere Vertreter der Projektträger teil.

Die Bahn fordert eine Kostenübernahme des Landes für ein weiteres Aussetzen der Bauarbeiten: bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse des Stresstests Mitte Juli wären dies nach Konzernangaben zwischen 50 und 60 Millionen Euro, bis zu einer Volksabstimmung im Oktober 410 Millionen Euro. Die grün-rote Landesregierung verweigert bislang eine Kostenbeteiligung.

Die Bahn will die seit mehr als zwei Monaten ruhenden Bauarbeiten an dem 4,1 Milliarden Euro teuren Projekt schnell fortsetzen, sollte es im Kreis der Projektträger zu keiner Einigung kommen. Die Landesregierung verlangt von der Bahn vollständige Unterlagen, die die Kosten einer Baustoppverlängerung dokumentieren.



Kommentare (6)

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wolfi

10.06.2011, 11:21 Uhr

Da zeigt Rot/Grün sein wares Gesicht, nur Sprechblasen vor der Wahl. Bürger seit bei der nächsten Abstimmung etwas wachsamer!!!

joachim

10.06.2011, 11:24 Uhr

Wie immer bei den Grünen, in der Oposition die großen Besserwisser und Macher, aber in der Realität werden sie schnell vom Saulus zum Paulus.

STOPPT_STUTTGART21

10.06.2011, 11:34 Uhr

So ein Quatsch !
Wer hat den Wahnsinn den ausgeheckt ? Das war die CDU. Die Grünen stehen jetzt vor dem Scherbenhauf von Ex-MP Mappus, Öttinger und Teufel.
Die SPD ist zwiespältig.
Wenn die Bahn jetzt weiter Bäume absägt und den Bahnhof zerstört, handelt sie wie die stalinistischen Betonköpfe der Ex-Sowjetunion.
Früher oder später kommt eh heraus, dass das Projekt nicht oder nur mit exorbitanten Mehrkosten machbar ist, nichts bringt und auf einem Sumpf der Korruption gegründet ist.
Dann hat die Lobby noch mehr Steuergelder verbrannt. Macht ja nix, besser hier als bei den Griechen werden diese Lobbyisten denken.
Eine Schand !

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