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30.06.2013

14:12 Uhr

Bankenrettung

Wagenknecht nimmt sich lästernde Pleitebanker vor

VonDietmar Neuerer

ExklusivSarah Wagenknecht hat die irischen Pleitebanker scharf kritisiert, die sich über Deutschland und die EU-Hilfen lustig gemacht haben. Die Politikerin der Linkspartei fordert drastische Konsequenzen.

Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht: Sie hat wenig Verständnis für Pleitebanker, die auf dem Chefsessel bleiben. dapd

Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht: Sie hat wenig Verständnis für Pleitebanker, die auf dem Chefsessel bleiben.

BerlinDie Vize-Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sarah Wagenknecht, hat die irischen Banker scharf kritisiert, die Deutschland und die EU-Hilfen ins Lächerliche gezogen haben und drastische Konsequenzen gefordert. „Wir müssen die Rettungspolitik vom Kopf auf die Füße stellen. Erst der Mensch, dann die Banken. Erst die Europäer, dann der Euro", sagte Wagenknecht Handelsblatt Online. 

Konkret verlangte die Linkspartei-Politikerin, bevor Steuergeld in eine marode Bank fließe, müsse die Chefetage komplett gehen und durch staatlich bestellte Abwicklungskommissare ersetzt werden. „Zweitens müssen wir Rettungspakete strikt auf Kleinsparer begrenzen. Und drittens  sollte es einen gesetzlichen Dividendendeckel für Banken geben", sagte Wagenknecht. Die Dividenden und Managergehälter dürften nicht stärker steigen als die niedrigste Lohngruppe. „Solange zu wenig Eigenkapital da ist, darf es gar keine Dividende geben", unterstrich die Vizechefin der Linkspartei. 

Vor Wagenknecht hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Äußerungen der Banker bereits als „Schädigung der Demokratie" kritisiert und gesagt, für diese Menschen habe sie nur Verachtung übrig.  

Harte Worte

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Wagenknecht sagte dazu, Verachtung allein reiche nicht, Strafe müsse sein. „Die Banker haben sich über eine politische Selbstaufgabe lustig gemacht, für die Merkels und Steinbrücks Bankengarantie 2008 exemplarisch ist", erklärte die Politikerin. „Merkels Verachtung ist in Wirklichkeit Selbstverachtung, weil sie die Staatskasse den Banken zur Selbstbedienung geöffnet hat." Empörung sei daher die richtige Antwort. „Und es wäre nur allzu berechtigt, wenn die geschröpften Bürger vor den Banken protestieren würden", fügte Wagenknecht hinzu. 

Kommentare (83)

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30.06.2013, 12:10 Uhr

Hm, die Wagenknecht ist irgendwie in der falschen Partei. Linke habe ich noch nie gewählt. *grübel*

Ludwig500

30.06.2013, 12:10 Uhr

Im Gegensatz zu Schäuble und Merkel darf die Wagenknecht zurecht meckern. Schade allerdings, dass die Linke in der Europolitik grundsätzlich ihren harten Konfrontationskurs gegen den Euro verlassen hat. Vielleicht sollte sie zur AfD wechseln. Oscar kann sie ja mitnehmen.

balubalu

30.06.2013, 12:11 Uhr

Sarah Wagenknecht wäre die Richtige als Kanzlerin!
LEUTE, wacht endlich auf!!
Schwarz, Gelb, Grün und Rot verschenken gerade ALLES, was Deutschland seit dem Krieg aufgebaut hat AN DIE BANKEN.

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