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04.03.2014

17:12 Uhr

Barbara Hendricks

Atommüll-Rückholung aus Asse wohl erst ab 2033

Bundesumweltministerin Hendricks setzt auf Realismus bei der Atommüll-Rückholungsaktion in der Asse. Sie glaubt an einen Start erst in 20 Jahren. Fraglich ist, ob das Salzbergwerk so lange stabilisiert werden kann.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD, rechts) im Atommüll-Lager Asse zusammen mit dem Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz, Wolfram König (links). dpa

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD, rechts) im Atommüll-Lager Asse zusammen mit dem Präsidenten des Bundesamts für Strahlenschutz, Wolfram König (links).

RemlingenBundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat Erwartungen an eine rasche Rückholung des Atommülls aus der maroden Asse bei Wolfenbüttel gedämpft. „Mit der Umsetzung der Rückholung kann aus heutiger Sicht erst 2033 begonnen werden“, sagte sie am Dienstag bei einer Besichtigung des früheren Salzbergwerks. Das sei eine Herausforderung noch für die nächste Generation. Damit bezog sie sich auf Zeitschätzungen des für das Bergungsprojekt zuständigen Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Es wird mit Kosten von mehreren Milliarden Euro gerechnet.

Fraglich ist, ob die bis 1978 hier eingelagerten rund 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall überhaupt noch zu bergen sind. In die Asse dringen täglich rund 12 000 Liter Wasser ein. Deshalb und wegen Bewegungen im Untergrund ist unklar, wie lange sie noch stabilisiert werden kann. „Jede Zeitprognose ist derzeit auf ganz dünnem Sand gebaut“, betonte der Präsident des BfS, Wolfram König. Wie lange die eigentliche Rückholung dauern könnte, sei bisher völlig unklar.

Seit 2012 laufen Probebohrungen, um zu erkunden, wie es hinter den 13 Atommüll-Kammern aussieht, die mit einer teils über 20 Meter dicken Betonschicht verschlossen sind. Da nach dem strengen Atomrecht gearbeitet wird, sind stets strenge Strahlenschutzanforderungen zu erfüllen. Das BfS vermutet, dass viele Fässer, in denen sich der Abfall befand, durch den Bergdruck zerborsten sind. Sollte sich der radioaktive Müll im Salz verteilt haben, steigt die zu bergende Menge. Zudem soll bis 2028 ein neuer Schacht zur Bergung gebaut werden - und es braucht ein riesiges oberirdisches Zwischenlager.

Die Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung (GSF) hatte die Asse 1965 im Auftrag der Bundesrepublik für 900 000 Mark erworben, um ein Endlager oder ein Forschungsbergwerk einzurichten. König kritisierte, dass die Asse niemals hätte als ein Atommüll-Endlager genutzt werden dürfen. Anwohner befürchten, dass sich der Atommüll durch den Druck verteilt und die Umwelt verseuchen könnte.

Ein 2013 vom Bundestag beschlossenes Beschleunigungsgesetz erlaubt nun, parallel zur Faktenerhebung schon mit den Planungen etwa für den neuen Schacht und das Zwischenlager zu beginnen. Hendricks bekannte sich trotz des langen Zeithorizonts und der jetzt schon für die Arbeiten anfallenden Kosten von jährlich 120 Millionen Euro zum Plan der Rückholung. „Ich glaube daran“, sagte sie.

Von

dpa

Kommentare (4)

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04.03.2014, 18:42 Uhr

Lol...... im Grunde n Armutszeugnis..... seit 50 Jahren hat sich keiner ernsthaft damit beschäftigt wie man das "sicher" handhabt,,,, man hat das zeug verbuddelt und "aus den Augen aus dem sinn"...... das halt der nachteil bei Politik ala " Fahren auf Sicht"....^^

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04.03.2014, 18:49 Uhr

Da wird gar nichts mehr zurückgeholt. Die Endlagerfrage wird auch weiter offen bleiben und die Zwischenlager werden weiterhin den Atom-Wertstoff an der Erdoberfläche lagern anstatt neue Reaktoren zu bauen, die diese Reststoffe auf ein Minimum und zum Wohl unserer Volkwirtschaft verringern. Diese grünen Kernkraft-Technik Feinde sind das GRÖßTE ÜBEL für unsere Wohlstands- und Wissensgesellschaft! Schmeißt dieses grünsozialistische Gedankengut (Grüne, Greenpeace, WWF, B.U.N.D. usw.) ENDLICH aus Deutschland raus! Danke!

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04.03.2014, 20:19 Uhr


Ich erachte es gleichfalls für sehr unwahrscheinlich, dass man den Atommüll aus Asse bergen wird zumal es keinen sachlichen Grund hierfür gibt.

In Asse wurden Leicht- und Mittelradioaktive Abfälle, Laborabfälle, gebrauchte Kittel und Handschuhe etc. eingelagert. Aus diesen Abfällen können Sie mit keinem realen Reaktor Energie gewinnen. Dies geht allenfalls mit den Wunderreaktoren wie dem Jule Verne MSR aus Berlin.

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