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26.10.2016

16:08 Uhr

Barbara Hendricks

Mehr Tempo beim Umsteuern auf Elektro-Autos

Bundesumweltministerin Hendricks erhöht den Druck auf die Autoindustrie, die Flotten an Elektro-Fahrzeugen zu erhöhen. Schon 2030 müsse der Großteil an Neuzulassungen über einen elektrischen Antrieb verfügen.

Sie sehen nicht nur futuristisch aus, sondern verfügen auch über den effizientesten Antrieb: Elektroautos. dpa

Keine Emissionen

Sie sehen nicht nur futuristisch aus, sondern verfügen auch über den effizientesten Antrieb: Elektroautos.

BerlinBundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert aus Klimaschutzgründen ein schnelleres Umsteuern der Autoindustrie auf elektrische Fahrzeuge. Mehr als die Hälfte der neuen Autos müssten ab 2030 elektrisch fahren, wenn die Beschlüsse der Pariser Weltklimakonferenz ernst genommen würden, sagte sie am Mittwoch auf einem Mobilitätskongress in Berlin. „Wenn der Fahrzeugbestand 2050 ganz überwiegend aus Fahrzeugen mit Elektroantrieb bestehen soll, kann man sich ausrechnen, dass schon ab 2030 der größere Teil der Neuzulassungen über einen Elektroantrieb verfügen muss – sei es in Form von Plug-In-Hybriden oder reinen Elektrofahrzeugen.“

Der elektrische Antrieb sei von allen alternativen Antrieben der effizienteste. Andere wie etwa Wasserstoff könnten ebenfalls eine Rolle spielen. Dann müsse sich die Branche aber für den Ausbau auch engagieren, sagte die Ministerin.

Hendricks zitierte die Forderung des Bundesrates mit Blick auf die EU, dass „spätestens ab dem Jahr 2030 unionsweit nur noch emissionsfreie PKW zugelassen werden“. Deutsche Ingenieure seien dazu auf jeden Fall in der Lage. „Und es bedeutet auch nicht, dass unsere Automobilindustrie ab dem Jahr 2030 keine Verbrennungsmotoren mehr bauen darf – es werden nur kaum noch reine Verbrennungsmotoren sein, sondern eher Hybridantriebe.“

Auch mit Blick auf die Exportchancen müsse die Industrie sich umstellen: In Peking würden heute schon Kfz-Zulassungen nach einem Losverfahren vergeben, wovon nur die Hälfte für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren vergeben würden. „Glaubt die deutsche Autoindustrie tatsächlich, dass sie auch nach 2025 noch nennenswert Verbrennungsmotoren auf einem der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt wird absetzen können?“, sagte sie. Die Zukunft werde elektrisch sein. Die Frage sei nur, ob deutsche Konzerne die Autos bauten oder Firmen, die man heute noch gar nicht kenne.

Von

rtr

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