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07.06.2013

08:16 Uhr

Bau-Politik

Ramsauer will Wohnungsnot angehen

Zu jedem Semesterstart dieselbe Situation: Neue Studierende strömen in die Universitätsstädte und suchen Wohnraum. Den chronischen Mangel will der Bundesbauminister nun selbst angehen. Die Studentenwerke sind skeptisch.

Peter Ramsauer will studentischen Wohnungsbau zur Chefsache machen. Doch Experten sind skeptisch, ob seine Pläne – etwa vergünstigte Kredite – wirklich Abhilfe bringen. dpa

Peter Ramsauer will studentischen Wohnungsbau zur Chefsache machen. Doch Experten sind skeptisch, ob seine Pläne – etwa vergünstigte Kredite – wirklich Abhilfe bringen.

Die schwierigen Wohnsituation von Studierenden beschäftigt heute einen Runden Tisch im Bundesbauministerium in Berlin. Ressortchef Peter Ramsauer stellte kurz vor dem Treffen mit Vertretern von Behörden, Studenten und Wohnungsanbietern Lösungen in Aussicht. Das Thema werde „endlich auf allen Ebenen angepackt“, sagte der CSU-Politiker der „Saarbrücker Zeitung“. Er werde ein Positionspapier vorlegen, in dem es auch um Handlungsanleitungen gehe.

„Wir wollen ungenutzten Wohnraum für Studierende aktivieren, freie Büros und militärische Liegenschaften zu Studentenunterkünften umwandeln und zusätzliche Investitionen der Wirtschaft ankurbeln“, sagte Ramsauer. Dabei setze man auf Anreize, „etwa auf die Wiedereinführung der steuerlichen Abschreibung“. Wichtig sei auch, dass die Kommunen Bauflächen ausweisen und Investoren mit offenen Armen empfangen würden.

Der Runde Tisch war erstmals im November 2012 zusammengekommen. Nach Einschätzung des Deutschen Studentenwerks hat sich die Wohnungsnot unter Studenten seit Anfang des Jahres nicht gebessert. „Von den Notunterkünften in Turnhallen werden wir so schnell nicht wegkommen“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde. Den größten Bedarf an Wohnraum gebe es nach wie vor in den Großstädten München, Frankfurt, Hamburg, Köln und Berlin.

Das Studentenwerk fordere seit Jahren die Neuauflage eines Bund-Länder-Zuschussprogramms zum Bau von 25.000 preisgünstigen Wohnheimplätzen – bislang jedoch ohne Erfolg. „Wenn es nur um Erleichterungen für Investoren geht, sind wir skeptisch. Studenten brauchen preisgünstigen Wohnraum, Investoren denken eher an den Erlös“, sagte Meyer auf der Heyde.

Ramsauer sagte zur Forderung nach mehr Fördermitteln, der Bund unterstütze die Länder bereits bei der Wohnraumförderung. Seit 2007 habe man insgesamt 3,6 Milliarden Euro investiert. „Mit diesen Hilfen lässt sich Beachtliches schaffen – auch für die Studenten.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Gast

07.06.2013, 08:50 Uhr

Ja, sehr gut. Schickt die zu Bildenden direkt in die Schuldenfalle. Sowas braucht es auch für weiterführende Schulen, damit sich auch die Kinder schon an das Wahre Leben, die richtige Lebensweise gewöhnen.

Bildung für alle...Ein denkendes Volk...Wo kämen wir denn hin?

Absolut und schlicht krank.

Luftnummer-des-Ministers

07.06.2013, 09:10 Uhr

Lächerlicher Vorschlag von RAMSAUER.

4 Jahre hatte er Zeit für seine Baupolitik und nun gute 3 Monate vor den Wahlen ist der dösige Ramsauer aufgewacht?

Ein Witz der CSU und durchsichtiges Wahlkampfmanöver. Dumm nur, dass Studenten auf die CSU NICHT hereinfallen und Vettern- sowie Amigowirtschaft der CSU allen dauerhaft in Erinnerung bleiben wird.

Ramsauer ist eher ein Kandidat für das Altersheim. Aktive Politik überfordert ihn.

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